Zwischenbilanz
Post wächst durch Zukäufe

Obwohl die Deutsche Post im dritten Quartal Umsatz und Gewinn prozentual zweistellig gesteigert hat, waren die Analysten nicht ganz zufrieden. Sie hatten noch mehr erwartet, hatte die Post doch zwei große Zukäufte getätigt.

HB DÜSSELDORF. „Insgesamt steht das Unternehmen gut da“, bilanzierte Finanzvorstand Edgar Ernst am Mittwoch in Bonn. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 40 Prozent auf 1,03 Mrd. Euro gestiegen. Der Reingewinn legte von 412 auf 537 Mill. Euro zu. Der Umsatz erhöhte sich vor allem wegen der Übernahme des britischen Logistikkonzerns Exel und des Finanzdienstleisters BHW um 35 Prozent auf 14,9 Mrd. Euro. Analysten hatten im Schnitt ein Quartals-Ebit von 1,07 Mrd. Euro und einen Umsatz von 15,1 Mrd. Euro erwartet.

Die Post bekräftigte ihre Prognose, im Gesamtjahr einen operativen Gewinn von 3,9 Mrd. Euro zu erreichen. „Mit Blick auf das traditionell starke Weihnachtsquartal bin ich für die letzten Wochen dieses Jahres sehr zuversichtlich“, betonte Ernst. Der Konzern hatte bereits erklärt, dass der Umsatz über 60 Mrd. Euro liegen werde.

Ernst hob hervor, dass die Express- sowie die Briefsparten des Konzerns, die im zweiten Quartal mit Ergebnisrückgängen kämpfen mussten, drei Monate später Zuwächse erreichten. Die Briefsparte steigerte das Ebit um 7,3 Prozent auf 428 Mill. Euro. Die Expresssparte, die zuletzt unter Verlusten in den USA gelitten hatte, verzeichnete einen operativen Gewinn von 86 Mill. Euro nach einem Verlust von 20 Mill. Euro vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr erwartet die Post in der Sparte ein Ergebnis zwischen 300 und 400 Mill. Euro. Dies schließe Kosten ein, die beim Umzug aus Brüssel zum neuen Luftfahrtdrehkreuz in Leipzig anfallen könnten. Deutliche Zuwächse wiesen auch die Logistik-Sparte des Konzerns und die Finanzdienstleistungen aus, die in der Tochter Postbank gebündelt sind.

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