Zwischenbilanz
Real zieht die Metro abermals runter

Das Geschäft in den Real-Supermärkten will einfach nicht anziehen. Im Gegenteil: Die Deutschen kaufen immer weniger bei der Tochter des Handelskonzerns Metro. Das schlägt sich merklich in der Bilanz zum ersten Quartal nieder.

HB DÜSSELDORF. Der operative Gewinn (Ebit) sei in den ersten drei Monaten 2006 „auf Grund der schwachen Ergebnisentwicklung bei Real“ von 144 auf 138 Mill. Euro gesunken, teilte Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die Umsätze konnte der Konzern indes auf Grund seines rasanten Wachstums im Ausland auf von 12,7 auf 13,3 Mrd. Euro steigern. Allein in den asiatischen Wachstumsmärkten legte Metro 28,7 Prozent zu. Der Auslandsanteil am Umsatz steigerte sich von 50,7 auf knapp 55 Prozent.

Real verbuchte den Angaben zufolge in Deutschland einen Umsatzrückgang um 8,7 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Der operative Verlust weitete sich von 5 auf 40 Mill. Euro aus. Metro-Chef Hans-Joachim Körber hat „erheblichen Handlungsbedarf“ bei Real eingeräumt.

Die Quartalszahlen lagen leicht über den Erwartungen von Analysten. Branchenexperten hatten im Mittel mit einem auf 13,2 Mrd. Euro gestiegenen Umsatz gerechnet. Den operativen Gewinn (Ebit) hatten sie bei 137 Mill. Euro erwartet.

Der Handelskonzern bekräftigte seine Prognose für das Jahr: Metro erwarte weiterhin eine Steigerung des Umsatzes von 4 bis 6 Prozent und des Ergebnisses je Aktie (EPS) um 5 bis 8 Prozent. Im ersten Quartal sank das EPS auf von 3 auf 2 Cent.

Metro-Chef Körber erwartet ein Anziehen des Geschäfts in Deutschland. Der Vorstand gehe davon aus, dass „die Fußballweltmeisterschaft und Vorzieheffekte im Zuge der geplanten Mehrwertsteuererhöhung im Jahresverlauf zu einer Belebung des Einzelhandelsgeschäfts beitragen werden“.

In das zweite Quartal sei Metro „mit einem erfreulichen Ostergeschäft“ gut gestartet. Im laufenden Quartal kann Metro auch die Erlöse aus dem Verkauf seiner verbliebenen Anteile an der seit kurzem börsennotierten Baumarktkette Praktiker und der Veräußerung von 12 Kaufhof-Warenhäusern in die Bücher nehmen. Für die Kaufhof-Immobilien hat Metro rund 250 Mill. Euro bekommen; der Veräußerungsgewinn bei Praktiker liege bei 143 Mill. Euro, teilte Metro mit.

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