Zwischenfall in Stuttgart
Germanwings-Maschine notgelandet

Die Furcht fliegt mit: Ein Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings musste am Stuttgarter Flughafen notlanden. Nach dem tragischen Absturz in den Alpen ist die Verunsicherung bei den kleinsten Zwischenfällen riesengroß.
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StuttgartEine Warnung über Ölverlust hat einen Airbus 319 der Fluggesellschaft Germanwings zur außerplanmäßigen Landung am Stuttgarter Flughafen gezwungen. Verletzt wurde niemand, wie der Geschäftsführer des Airports, Georg Fundel, am Samstag mitteilte. Die 123 Passagieren und 5 Crew-Mitglieder des Flugs 4U 814 hätten das Flugzeug auf normalem Wege verlassen, teilte Germanwings mit. Die Maschine war von Köln/Bonn in Richtung Venedig unterwegs.

Nach der Warnung im Cockpit wurde laut Germanwings aus Sicherheitsgründen ein Triebwerk abgeschaltet und eine „Ausweichlandung“ vorgenommen. „Es handelt sich hierbei um eine Standard-Sicherheitsprozedur. Die Landung war keine Notlandung“, hieß es in einer Mitteilung.

„Es war eine Notlandung“, sagte dagegen Fundel. Der Pilot habe einen Notalarm abgesetzt. Dieser löse sofort einen Großalarm am Flughafen aus, was höchste Sicherheitsstufe bedeute. „In solchen Fällen müssen sich alle anderen Flugzeuge hinten anstellen, weil die betroffene Maschine Vorfahrt hat“, sagte Fundel.

Der Airbus wird nun von Technikern untersucht. Die Passagiere können mit einem Ersatzflugzeug nach Venedig weiterbefördert werden oder zurück nach Köln. Im Luftverkehr wird zwischen Sicherheits- und Notlandungen unterschieden. Bei einer Notlandung ist das Leben der Insassen in Gefahr.

Der Pilot hat dann in der Regel keine andere Wahl, als möglichst schnell aufzusetzen. Grund hierfür kann zum Beispiel Feuer an Bord sein oder ein massives technisches Problem wie der Ausfall des Hydrauliksystems.

Bei einer Sicherheitslandung entscheidet der Pilot, frühzeitig zu landen, um einen möglichen Defekt zu prüfen oder einen drohenden Schaden am Flugzeug zu vermeiden. Er könnte sich aber auch entschließen, seinen Flug fortzusetzen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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