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11.08.2008 
Private Krankenversicherung

Achtung, Lockvögel!

von Thomas Schmitt

Bis Jahresende werden viele private Krankenversicherer wieder mit niedrigen Prämien locken. Dabei lässt sich kurzfristig viel Geld sparen.

Doch zu bedenken ist: Komplexität hat ihren Preis. Schon oft stellten sich Lockvogelangebote Jahre später als teuer heraus. Wer erst einmal bei einem Versicherer ist, kann sich eben schlechter wehren. Am besten ist, sich direkt eine starke Gesellschaft mit einfachen Tarifen, klarer Strategie und effizienten Strukturen zu suchen. Der Preis ist wichtig, aber nicht allein entscheidend.

Wer sich für den Wechsel zur privaten Krankenversicherung (PKV) entscheidet, kann schnell den Überblick verlieren. Was soll er als Priorität setzen? Den aktuell günstigsten Preis oder ein umfassendes Leistungspaket? Eine Gesellschaft mit gutem Service oder eine mit sparsamer Geschäftspolitik? Alles auf einmal geht meist nicht. Das führt dazu, dass selbst Spezialisten kaum mehr durchblicken im Preis- und Tarifwirrwarr. Der Kunde muss sich meist auf Berater verlassen. Doch das kann ins Auge gehen. Denn viele Vermittler denken nur an ihre Provision, nicht an das Wohl ihres Kunden.

Ein weiteres Problem: Die privaten Anbieter stehen politisch unter Druck. Seit einem Jahrzehnt wird der Zugang zu ihnen erschwert und ihr System ausgehöhlt. Wie weit die Politik dabei gehen darf, wird bald das Verfassungsgericht entscheiden. Schon aufgrund der politischen Unsicherheit sollte ein Wechsel in die PKV gut überlegt sein.

Dabei ist die PKV vom Prinzip her eine gute Idee. Im Vergleich zu den gesetzlichen Kassen haben die Privaten bessere Leistungen und die gesündere finanzielle Basis. Denn die privat Versicherten sparen langfristig Kapital an und sorgen damit für schlechtere Zeiten vor.

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