Seit Wochen wurde bereits über eine Gewinnwarnung bei BMW
gemunkelt. Nun hat der weiß-blaue Autobauer nur wenige Tage nach dem Konkurrenten Daimler
die Katze aus dem Sack gelassen. Hohe Rohstoffpreise und Rückstellungen für Kreditausfälle verhagelten das Ergebnis im ersten Halbjahr sogar noch stärker als von Analysten erwartet. Ein neues Gewinnziel für 2008 wurde gar nicht erst ausgegeben.
BMW
steckt im Dilemma. Als im globalen Wettbewerb eher kleiner Hersteller kann der Konzern die massiven Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Energie schlechter wegstecken als mancher Konkurrent. Zusätzlich belastet die Dollarschwäche, die USA sind für die Münchener der wichtigste Absatzmarkt. Beim Absatz läuft derzeit vor allem der kleine 1er gut, während der margenstärkere 5er schwächelt.
Gegenzusteuern wird für BMW
-Chef Norbert Reithofer schwierig. Der Konzern hat bereits ein Sparprogramm auf den Weg geschickt. Der darin vorgesehene Stellenabbau ist noch längst nicht eingetütet, da müsste BMW
eigentlich schon wieder draufsatteln. Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit aber tabu. BMW
muss aufpassen, nicht in den Abwärtssog zu geraten.


