Am Freitag wird abgerechnet: Die Kursentwicklung der Dax-Kandidaten zum Wochenschluss entscheidet darüber, welches Unternehmen am 22. September in die Bundesliga der deutschen Unternehmen aufsteigt. Nummer eins der Aufstiegskandidaten ist die K+S Aktiengesellschaft.
Der Kasseler Düngemittelkonzern rangiert inzwischen, was Börsenbewertung und Aktienumsatz angeht, auf Augenhöhe mit so etablierten und wesentlich bekannteren Konzernen wie BMW und Continental.
Die Aufnahme von K+S wäre eine echte Bereicherung für den Dax. Denn der Aufstieg des Konzerns hat geradezu symbolische Bedeutung. Dieses Unternehmen steht nicht für High Tech oder akrobatische Finanzgeschäfte. Der Rohstoffkonzern, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1889 zurückreichen, ist ein blühendes Beispiel für – im wahrsten Sinne des Wortes – bodenständige „Old Economy“, und er investiert noch weiter kräftig in Lagerstätten. Unter den deutschen Konzernen nimmt er zugleich eine Sonderstellung ein: Rohstoffe sind im heimischen Branchenmix nur spärlich vertreten.
Die Bewertung von K+S ist im Vorfeld der Dax-Aufnahme allerdings mit Vorsicht zu genießen. Im Juni kostete das Papier bereits über 95 Euro, rutschte dann im Juli auf 63 Euro ab – ein Kursverfall von über 30 Prozent, obwohl sich fundamental überhaupt nichts geändert hatte. In den Tagen vor der Abrechnung für den Dax machen dann noch einmal Spekulationen um K+S die Runde. Nachdem der Konzern mehrfach seine Ergebnisziele angehoben hatte, kursierten Gerüchte über eine weitere Korrektur nach oben. K+S hat dementiert, aber die Kurse blieben deutlich im Plus – was die Bewerbung für den Dax unterstützt.


