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07.10.2008 
Britische Banken

Darling, es brennt!

von Dirk Heilmann

Robert Peston hat wieder zugeschlagen. Der BBC-Wirtschaftsreporter schrieb heute morgen in seinem Blog, dass die drei Großbanken Royal Bank of Scotland (RBS), Lloyds TSB und Barclays beim Finanzministerium um eine Kapitalspritze gebeten hätten. Je 15 Mrd. Pfund hätten sie danach gerne, jeweils die Hälfte möglichst rasch und den Rest als garantierte Reserve. Die Reaktion der Börse war klar: neue Kurseinbrüche für alle, vor allem für RBS.

Barclays hat inzwischen dementiert, RBS-Chef Fred Goodwin wollte sich nicht äußern. Lloyds TSB bestätigte, über Wege zur Stärkung der Kapitalbasis nachzudenken. Das Problem ist: Wem glaubt man? Peston hatte in Sachen Finanzkrise schon wiederholt die Nase vorn, seit er als erster über die hektischen Rettungsbemühungen für Northern Rock berichtete.

Schatzkanzler Alistair Darling wird nun schnell darstellen müssen, wie sein Rettungskonzept aussieht. Er hat angedeutet, zu Kapitalbeteiligungen an Privatbanken bereit zu sein. Doch in seiner Stellungnahme vor dem Parlament am Montagnachmittag blieb er gefährlich vage. Nun läuft ein Kristentreffen zwischen Finanzministerium, Bankern, Notenbank und Finanzaufsicht. In diesen Zeiten ist es fast egal, was eine Regierung tut, Hauptsache es geschieht ohne Verzug.

Ob RBS zu Recht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht, ist schwer zu sagen. Offenbar bewahrheitet sich hier die Befürchtung vieler Analysten, dass sich die schottische Großbank bei der Übernahme und Zerschlagung von ABN Amro anfälliger gemacht hat als nötig gewesen wäre. Das Schicksal des Übernahme-Partners Fortis ist ja bekannt.

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