Was hat die Web-Suchmaschine Google
mit dem Handybauer Nokia
zu tun? Und warum starren beide wie gebannt auf den Computerhersteller Apple
? Noch vor zwei Jahren wären diese Fragen mehr als berechtigt gewesen. Heute dagegen gibt es keine Branchen mehr, in die man sich einigeln kann.
Was hat die Web-Suchmaschine Google
mit dem Handybauer Nokia
zu tun? Und warum starren beide wie gebannt auf den Computerhersteller Apple
? Noch vor zwei Jahren wären diese Fragen mehr als berechtigt gewesen.
Heute dagegen gibt es keine Branchen mehr, in die man sich einigeln kann. Handyhersteller, Suchmaschinenanbieter und Computerbauer kämpfen um dieselben digitalen Wertschöpfungsketten. Das hat Nokia
erkannt und gehandelt. Vielleicht gerade noch rechtzeitig.
Nokia
kauft Symbian und stellt dessen Telefonbetriebssystem um auf "open source" - es wird also nicht mehr verkauft, sondern an jeden Hersteller verschenkt, der es nutzen will. So antworten die Finnen auf die bislang größte Bedrohung ihrer Position als Marktführer. Denn Google
hat angekündigt, den Markt für internetfähige Handys zu erobern. Das ist der Einstieg des größten Onlinewerbevermarkters der Welt in Nokias
Kernsegment Mobiltelefone. Apples
erfolgreiches iPhone war schon ein deutlicher Warnschuss. Internettelefone mit Google
-Betriebssystem aber bedeuten den offenen Krieg. Und der beginnt schon Ende 2008.
Das Mobiltelefon der Zukunft wird ein Computer sein, der ständig mit dem Internet verbunden ist. Hier ist Platz für Werbung, für lokalisierte Dienste, die dank GPS-Chip wissen, wo wir gerade sind, Platz für Musikdownloads, Fernsehen, Nachrichten und aktuelle Filme. In wenigen Jahren schon werden mehr Menschen mobil ins Internet gehen als mit dem PC.
Die Frage ist, wer dieses Glied in der Digitalkette als Erster besetzen wird. Nokia
, Apple
? Oder vielleicht doch Google
? Ziel des Suchmaschinenanbieters ist es, seine werbefinanzierten Internetdienste im mobilen Internet allgegenwärtig zu machen. Google
will nicht mit Hardware Geld verdienen, sondern mit Werbung.


