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21.08.2008 
IKB

Ende eines traurigen Kapitels

von Nicole Bastian

Manche Zahlen muss man in Relation sehen: Zwischen einhundert und zweihundert Millionen Euro hat die KfW noch für ihre gut 90 Prozent an der IKB bekommen. Genau wollen das Bund, KfW und Käufer Lonestar nicht sagen. Und das ist letztlich auch egal, denn an der Relation ändert es nichts: Im Verhältnis zur gesamten Rettungssumme von KfW, Bund und Bankenverbänden von deutlich mehr als zehn Milliarden Euro sind es zwischen einem und zwei Prozent.

Sicher wurden mit den Hilfen nicht nur die IKB gerettet, sondern mit der Rettung im vergangenen Sommer zugleich der deutsche Finanzplatz vor noch größeren Turbulenzen bewahrt. Doch diese nackten Relationen zeigen, was das IKB-Debakel am Ende gekostet hat.

Dass alleine die staatseigene Bank KfW und der Bund mehr als neun Milliarden Euro an Verlusten hatten und haben werden, ist dabei ärgerlich für die Steuerzahler, der von den Gewinnen der IKB während ihrer Spekulationsjahre so gut wie nichts hatte. Dass es nicht gelungen ist, die Bankenverbände und die übrigen IKB-Aktionäre neben der KfW stärker an der Rettung der privaten Geschäftsbank IKB zu beteiligen, war ein Fehler. Mit dem Verkauf der IKB ist eines der traurigsten Kapitel der deutschen Bankengeschichte vorerst abgeschlossen. Hoffen wir, dass Politiker daraus ihre ordnungspolitischen Lehren, Banker ihre geschäftspolitischen Lehren gezogen haben.

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