Übernahmen macht man normalerweise, um damit Wertsteigerungen zu erzielen. Aber die Finanzvertriebe AWD
und MLP
leben davon, dass sie als unabhängig gelten. Die Übernahme durch eine große Versicherung beschädigt diese Glaubwürdigkeit - und vernichtet eher Werte, als welche zu schaffen. Was also will Swiss Life
mit MLP
?
Was will Swiss Life
mit MLP
? Auf diese Frage fällt einem keine vernünftige Antwort ein. Allerdings stellte sich dieselbe Frage auch schon beim AWD
. Und den haben die Schweizer trotzdem vor kurzem mehrheitlich übernommen. Vielleicht muss man nicht alles verstehen.
Übernahmen macht man normalerweise, um damit Wertsteigerungen zu erzielen. Aber die Finanzvertriebe AWD
und MLP
leben davon, dass sie als unabhängig gelten. Die Übernahme durch eine große Versicherung beschädigt diese Glaubwürdigkeit und vernichtet daher eher Werte, als welche zu schaffen. Bei MLP
, wo die Kunden anspruchsvoller sind als beim AWD
und die Vertriebsleute ausgeprägter ein Selbstverständnis als Berater pflegen, dürfte dieser Schaden sogar noch höher ausfallen.
In einer Branche, wo sich die Berater so stark mit dem Unternehmen und seiner "Kultur" identifizieren, würde es auch wenig Sinn ergeben, die beiden Vertriebe wirklich zu verschmelzen. Swiss Life
ließe sie nach einer Übernahme besser unabhängig nebeneinander laufen. Aber dann gibt es auch keine Synergieeffekte. Ganz verheerend wäre die Idee einer feindlichen Übernahme - einen Vertrieb kann man nicht gegen die Vertriebsleute führen.
Wären die Schweizer konsequent, dann würden sie besser einen Finanzvertrieb - also AWD
- kräftig zu einer Vertriebsschiene für die eigenen Produkte ausbauen und auf die Fiktion der Unabhängigkeit gleich verzichten, die sich ohnehin mit der Zeit verflüchtigen dürfte. So ähnlich, wie die DVAG für AMB Generali
unter Hochdruck verkauft - mit großem Erfolg. Dieser Schritt wäre radikal, würde aber wenigstens konsequent das eigene Unternehmen voranbringen.


