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21.08.2008 
Continental

Zurück zur Integration

von Mark C. Schneider

Die gestern Nacht verkündete Einigung zwischen dem Dax-Konzern Continental und dem Familienunternehmen Schaeffler war dringend nötig. Der sechswöchige Streit um die Macht bei Europas zweitgrößtem Automobilzulieferer gefährdete die ohnehin schwierige Integration des 11 Millarden Euro schweren Conti-Zukaufs VDO. Die jetzt gefundene Lösung ist im Interesse des Standorts, der deutschen Autoindustrie und auch der Arbeitnehmervertreter.

Längst hatten die Franken die Niedersachsen in ihren Klauen. Ein Entrinnen war von Anfang an nahezu aussichtslos. Der Kampf hat sich dennoch gelohnt: Die vom abtretenden Conti-Chef Manfred Wennemer erzielten Vereinbarungen verlangen Schaeffler einiges ab: keine Mehrheit bis 2012, Garantien für Konzernstruktur, Mitbestimmung, Standort und Beschäftigte. Contis Aufsichtsratsvize Werner Bischoff bringt es auf den Punkt: Conti muss den Blick jetzt nach vorn richten. Den Chefsessel dürfte bald Technikvorstand Karl-Thomas Neumann einnehmen. Dann muss er unter Hochdruck da weitermachen, wo er und Wennemer vor der Übernahmeschlacht aufgehört haben: bei der Integration von VDO und besonders der Problemsparte Powertrain. Die kann von einer Verbindung mit dem fränkischen Wälzlagerspezialisten nur profitieren.

Der Deal kommt Schaeffler teuer zu stehen. Familienunternehmen hin oder her - auch die Schaefflers wollen Rendite sehen.

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