Boehringer Ingelheim
Gewinn halbiert

Die Bilanz des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim mach schnell klar: 2010 war ein schweres Jahr. Vor allem die Generika-Hersteller machten dem Familienunternehmen zu schaffen.
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Ingelheim Der Betriebsgewinn sei um 15 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro gesunken, teilte der Pharmakonzern am Dienstag in Ingelheim bei Mainz mit. Die operative Rendite ging auf 15,1 Prozent nach 17,6 Prozent im Vorjahr zurück. "Das vergangene Geschäftsjahr war ein Jahr des Übergangs", erklärte Konzernchef Andreas Barner.

Er berichtete über "deutliche Umsatzausfälle von währungsbereinigt rund 1,4 Milliarden Euro durch den Verlust der Exklusivität für drei wichtige Umsatzträger auf dem US-Pharmamarkt und den damit verbundenen Generika-Wettbewerb". In den USA waren unter anderem die Patente des Prostatamittels Flomax und des Parkinsonpräparats Sifrol abgelaufen, so dass Hersteller von günstigeren Nachahmern Boehringer Marktanteile wegnehmen konnten. Boehringer Ingelheim ist der weltweit größte Pharmakonzern, der vollständig im Familienbesitz ist. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr 125 Jahre alt geworden.

Neben der scharfen Generika-Konkurrenz und dem Sparkurs vieler Länder bei den Gesundheitsausgaben drückten auch Aufwendungen für die Einführung neuer Produkte auf das Ergebnis. Unter dem Strich blieb ein Konzerngewinn von 888 Millionen Euro - ein Minus von 50 Prozent. Der Konzernumsatz nahm um ein Prozent auf 12,59 Milliarden Euro ab.

Für das laufende Jahr gab sich Konzernchef Barner jedoch dank neuer Präparate wie dem Thrombosehemmer Pradaxa optimistisch. "Wir sind zuversichtlich, mit Hilfe der Einführung unserer neuen Produkte in den nächsten Jahren deutlich an Wachstum zuzulegen", erklärte das Unternehmen. Der Umsatz werde dieses Jahr im prozentual mittleren einstelligen Bereich ansteigen. Für das Jahr 2012 sei mit einem noch stärkeren Umsatzwachstum zu rechnen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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