0Für 2010/11
Gerresheimer mit verbesserter Umsatzprognose

Nach guten Geschäftszahlen für das erste Quartal 2011 hat der Verpackungszulieferer für die Pharma- und Kosmetikbranche Gerresheimer seine Umsatzprognose für 2010/11 nach oben korrigiert.
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Düsseldorf

Nach dem jüngsten Zukauf in Brasilien nimmt der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer weitere Übernahmekandidaten ins Visier. In den aufstrebenden Märkten in Asien und Südamerika seien das Firmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro, in Europa und Nordamerika über 50 Millionen, sagte Firmenchef Uwe Röhrhoff am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Zuvor hatte der Vorstand seine Umsatzziele für das seit Dezember laufende Bilanzjahr 2010/11 wegen des jüngsten Erwerbs leicht angehoben. Zudem meldete er einen kräftigen Gewinnanstieg im ersten Quartal.

Damit konnte der Zulieferer für die Pharma- und Kosmetikindustrie an der Börse punkten: Der Wert legte um knapp drei Prozent auf 33,78 Euro zu und führte damit die Gewinnerliste im MDax an. "Die Zahlen liegen leicht über den Erwartungen des Marktes und über unseren", kommentierte DZ-Bank-Analyst Michael Bissinger. Alles in allem sei die Firma stark ins Jahr gestartet und auf gutem Weg, ihre Ziele zu erreichen.

Im Zeitraum Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 5,2 Prozent auf 236,6 Millionen Euro, das bereinigte Ebitda um neun Prozent auf 41,8 Millionen Euro. Netto verdreifachte sich der Gewinn auf 7,1 Millionen Euro und übertraf damit die Expertenschätzungen. Hauptwachstumstreiber seien Produkte wie Pharmaflaschen, Injektions-Fläschchen, Ampullen aus Glas, Insulin-Pens und Inhalatoren gewesen, erklärte Röhrhoff. Aber auch die Nachfrage nach Kosmetikprodukten, die in der Konjunkturkrise deutlich zurückgegangen war, sei gestiegen.

Nachdem das erste Quartal noch durch Reparaturkosten und Werkserweiterungen belastet war, erwartet der Vorstand in der zweiten Jahreshälfte einen dynamischeren Verlauf. Zudem sorgt der Zukauf in Brasilien für einen stärkeren Umsatzanstieg als zunächst geplant. Der Vorstand erwartet ein Plus von sieben bis acht Prozent. Zuvor hatte er einen Anstieg von vier bis fünf Prozent angepeilt. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll 2010/11 unverändert rund 20 Prozent erreichen. Im Bilanzjahr 2009/10 (per Ende November) hatte Gerresheimer bei einem Umsatz von 1,02 Milliarden Euro ein bereinigtes Ebitda von 204,5 Millionen Euro verbucht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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