1,25 Milliarden Euro Volumen
RWE kauft Anleihen erfolgreich zurück

Der Energiekonzern RWE hat sein Programm zum Rückkauf und Umtausch von Anleihen nach eigener Einschätzung erfolgreich abgeschlossen. Im Zuge der Aktion wurden Anleihen über 1,25 Mrd. € zurückgekauft und eine neue zehnjährige Anleihe über 650 Mill. € begeben.

HB DÜSSELDORF. Das Anleihe-Rückkauf- und Umtauschangebot richtete sich an Bond-Gläubiger zweier 2007 und 2008 fällig werdender Anleihen im Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. €. Das Umtasuchangebot gegen Barzahlung war überzeichnet. Von der 2007-er Anleihe zu 5,5 % wurden 1,143 Mrd. € zu einem Preis von 106,76 % zurückgenommen, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. Von der 2008-er Anleihe zu 5,375 % nahmen die Essener 718 Mill. € zu einem Preis von 106,71 % zurück. RWE lagen Angebote über 1,365 Mrd. € vor, sagte ein Unternehmenssprecher. Ursprünglich hatte RWE nur eine Milliarde Euro in bar zurücknehmen wollen. Für das Umtauschangebot in den neuen Bond hatte sich der Konzern 1,5 Mrd. € als Obergrenze gesetzt.

Der neue Bond mit einer Laufzeit bis 2014 habe mit einem Ausgabepreis von 99,264 % einen Renditevorsprung von 35 Basispunkten über der Swap-Mitte, sagte der Sprecher weiter. Der Kupon beträgt 4,625 %. Investoren hätten 393 Mill. € der 2007-er Anleihe mit einem Zinssatz von 5,5 % in den neuen Bond umgetauscht. Von der 2008-er Anleihe zu 5,375 % seien 218 Mill. € umgetauscht worden.

RWE geht es nach früheren Angaben bei der Transaktion vorrangig darum, die Refinanzierungs-Notwendigkeit in der Zukunft zu verkleinern.Auch würden durch die Transaktion die Brutto-Schulden verringert. Der Konzern weist in seinem Geschäftsbericht 2003 Anleihen im Gesamtvolumen von 22,3 Mrd. € aus. Einen weiteren Anleihe-Rückkauf plant RWE derzeit nicht.

RWE hatte die Kombination aus Bar- und Tauschangebot damit begründet, dass in der derzeitigen Marktverfassung eine reine Bar-Offerte wohl nicht das gewünschte Volumen bringen würde. Das vergleichsweise geringe Interesse am neuen Bond zu Gunsten des Bar-Angebots sei möglicherweise in der Unsicherheit der Investoren über die weitere Zinsentwicklung begründet, hieß es am Donnerstag.

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