12,4 Millionen Verlust
Singulus verprellt mit Geschäftseinbruch Investoren

Singulus hat seine Investoren mit einem überraschenden Geschäftseinbruch vergrätzt. Sowohl der Verkauf von Maschinen zur Produktion von Blu-ray-Discs als auch von Solaranlagen lahmt, teilte der Spezialmaschinenbauer mit.
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MünchenIn der ersten Jahreshälfte häufte Singulus einen Verlust von 12,4 Millionen Euro an, im Vergleichszeitraum 2011 hatten die lange gebeutelte Firma fast eine schwarze Null geschafft. Der Umsatz knickte in den ersten sechs Monaten um ein Drittel auf 43,6 Millionen Euro ein. Vor allem Kopierstraßenbetreiber hätten zuletzt Bestellungen von neuen Anlagen verschoben. Der Auftragsbestand ist rückläufig.

Vorstandschef Stefan Rinck äußerte Zweifel daran, ob sein Haus wie geplant im laufenden Jahr in die Gewinnzone erreichen werde. "Vor dem Hintergrund der Eurokrise und einer unsicheren Weltkonjunktur sehen wir es jedoch als zunehmend anspruchsvoller an, unsere geäußerte Erwartung eines positiven Jahresergebnisses zu erfüllen", hieß es.

An der Börse straften die Anleger Singulus an. Mit einem Minus von neun Prozent waren die Titel die größten Verlierer im TecDax. Unter den Investoren wurden böse Erinnerungen an Zeiten wach, in denen bei den Franken eine Gewinnwarnung die nächste jagte und über Jahre rote Zahlen zu Buche standen.

Unterdessen versucht sich das fränkische Unternehmen an einem Befreiungsschlag. "Singulus arbeitet mit Hochdruck an der geplanten Ausweitung der Geschäftstätigkeit", hieß es. Es würden "konkrete Akquisitionsmöglichkeiten" geprüft. Im März hatte der Konzern erklärt, dafür bis zu 25 Millionen Euro in bar in die Hand zu nehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " 12,4 Millionen Verlust: Singulus verprellt mit Geschäftseinbruch Investoren"

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  • Die Zahlen 2009 und 2010 waren sehr, sehr schlecht - solche hohen negativen EBIT-Ratios habe ich nur ganz selten gesehen - zumindest in 2 Folgejahren. Da stehen Unternehmen wie Aixtron und Co ganz anders da.

    Aus Interesse habe ich dann ein potentielles technologisches Zugpferd, das der Vorstand kürzlich erwähnte, gegoogelt. Es bleibt festzuhalten, dass die Bedeutung von MRAM sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft einen langen Abstieg hinter sich zu haben scheint. Die Frage nach der seiner wirtschaftlichen Zukunft wurde zuletzt eher in den Jahren 1998 bis 2004 gestellt. Das ist nun schon eine Weile her.

    Jetzt verstehe ich auch den Ausdruck "vergrätzt" im obigen Artikel.

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