13 neue Reaktoren in den USA
GE setzt auf Kernenergie

Der größte Technologiekonzern der Welt, General Electric (GE), rechnet mit einer Rennaissance der Kernenergie. „Die Nuklearenergie kommt zurück“, sagte Fernando Beccalli-Falco im Gespräch mit dem Handelsblatt. Tatsächlich sind allein in den USA derzeit 13 neue Reaktoren in Planung. Ein heftiger Wettbewerb mit Siemens steht bevor.

MÜNCHEN. Der größte Technologiekonzern der Welt, General Electric (GE), rechnet mit einer Renaissance der Kernenergie. „Die Nuklearenergie kommt zurück“, sagte Ferdinando Beccalli-Falco im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Wir können mit alternativen Energien die Masse des Bedarfs in Zukunft nicht decken“, meinte der für das internationale Geschäft des US-Unternehmens zuständige Manager. Der Vorrat an fossilen Brennstoffen sei begrenzt, und alternative Energieträger könnten nur die Spitzen abfangen. „Deshalb wird vor allem die industrielle Nachfrage an Energie mit sauberen Kohlekraft- und Atomkraftwerken gedeckt werden müssen“, so Beccalli-Falco.

Zurzeit erweitert General Electric seine Forschungskapazitäten für Kernenergie in North-Carolina. GE stellt sich damit auf eine weltweit steigende Nachfrage ein, die der Konzern mit einer neuen Generation von Leichtwasserreaktoren befriedigen will. Vor allem der amerikanische Heimatmarkt verlangt wieder nach neuen Kernkraftwerken. In den USA ist seit 25 Jahren kein neues Kernkraftwerk mehr gebaut worden, doch derzeit laufen die ersten Ausschreibungen, 2007 sollen die ersten Genehmigungen erteilt werden.

Nach Angaben des Nuclear Energy Institute sind derzeit 13 neue Reaktoren in den Vereinigten Staaten in Planung. Erst kürzlich hat Präsident George W. Bush angekündigt, um der wirtschaftlichen und nationalen Sicherheit willen müssten die Vereinigten Staaten „entschlossen beim Bau neuer Atomkraftwerke vorgehen“. General Electric will weltweit Technologie- und Marktführer bei einer Renaissance der Kernenergie sein.

Mit diesem Anspruch geht GE auf direkten Konfrontationskurs zum Erzrivalen Siemens. Die Münchener haben ihr Nukleargeschäft zusammen mit der französischen Areva im Gemeinschaftsunternehmen Areva Nuclear Power gebündelt. Daran hält Siemens ein Drittel der Anteile. Areva sieht sich selbst als das weltweit führende Kerntechnikunternehmen. Die Firma hat fast 100 Kernkraftwerke in elf Ländern gebaut und steht damit für ein Drittel der installierten nuklearen Kraftwerkskapazität.

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