135 000 Stück noch in 2003
VW präsentiert neuen Golf V

Von keinem Modell hängt der Erfolg von Europas größtem Autokonzern Volkswagen derart ab wie vom neuen Golf. VW bereitet die für September zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt geplante Publikumspremiere seines Hoffnungsträgers daher mit großem PR-Rummel wie nie vor.

Reuters HAMBURG. Den Anfang macht am Montag die als „Weltpremiere“ angekündigte Präsentation in Wolfsburg durch Vorstandschef Bernd Pischetsrieder vor der Presse. Selbst die Stadtväter lassen sich dafür zu einem ungewöhnlichen Werbegag hinreißen: An diesem Tag wird Wolfsburg vorübergehend in „Golfsburg“ umgetauft und der Anfangsbuchstabe „W an den Ortseingangsschildern mit einem „G“ überklebt.

Im weltweit größten VW-Werk am Stammsitz Wolfsburg ist derzeit alle Aufmerksamkeit darauf gerichtet, dass beim Anlauf der bereits fünften Generation des Bestsellers - voraussichtlich im September - nichts mehr schief geht. Denn davon hängt ab, ob Volkswagen wie geplant die Produktion so stark hochfahren kann, wie noch nie bei einem Modellanlauf: 130 000 Autos sollen bis zum Jahresende vom Band rollen. Ein Ende der zweijährigen Durststrecke bei Absatz und Gewinn im Konzern erwartet VW-Chef Bernd Pischetsrieder aber erst im Frühjahr, wenn ausreichend neue Golf-Modelle bei den Händlern stehen und Volkswagen zugleich den erhofften Rückenwind von der Konjunktur bekommt.

Am 6. September feiert die VW-Belegschaft bei einem „Tag der offenen Tür“ vorab den Start des neuen Golf. Pischetsrieder und Betriebsratschef Klaus Volkert stellen das Modell den 50 000 Arbeitern und Angestellten in Wolfsburg vor. Rockstar Udo Lindenberg gibt dabei eigens ein Konzert für die VW-Mitarbeiter. Wegen der hohen Stückzahl - der Golf ist für ein Fünftel des Konzernabsatzes und fast die Hälfte des Ertrages der Marke VW gut - hofft Volkswagen, dass es mit ihm wieder aufwärts geht.

Für Pischetsrieder muss der Golf ein Erfolg werden. Denn seit dem Übergang des Vorstandsvorsitzens von Ferdinand Piech auf den 55 Jahre alten Bayer im April 2002 läuft es bei VW nicht mehr so rund. Das liegt zum einen an der allgemein schwachen Autokonjunktur, die vor allem Volumenhersteller wie VW trifft. Zudem drückten in der ersten Jahreshälfte 2003 aber auch hohe Kosten für die Entwicklung mehrerer neuer Modelle sowie der starke Euro-Wechselkurs kräftig den Gewinn.

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