15-prozentiger Anstieg des Nettogewinns: Carlsberg leidet unter Schmugglern

15-prozentiger Anstieg des Nettogewinns
Carlsberg leidet unter Schmugglern

Der dänische Brauerei-Konzern Carlsberg hat 2004 zwar seinen Bier-Absatz erhöht, unter dem Strich jedoch weniger verdient.

HB/hst STOCKHOLM. Der Vorsteuergewinn des Konzerns, der im vergangenen Jahr auch die Hamburger Holsten Brauerei übernommen hatte, sank gegenüber 2003 um 23 Prozent auf 2,1 Mrd. Kronen (282,1 Mill. Euro). Der Umsatz stieg dagegen um vier Prozent auf 36 Mrd. Kronen. Besonders der zunehmende illegale Import von Bier nach Schweden macht dem Konzern zu schaffen.

Wegen hoher Alkoholpreise kaufen immer mehr Schweden Bier und Hochprozentiges im benachbarten EU-Ausland. Carlsberg hat bereits im vergangenen Jahr das Management seiner schwedischen Tochter ausgetauscht und will mit einem neuen Preiskonzept verlorene Marktanteile zurück erobern.

Die Übernahme von Holsten werde sich auch im ersten Quartal dieses Jahres noch „negativ auf die Ertragslage“ des Konzerns auswirken, wie ein Carlsberg-Sprecher in Kopenhagen sagte. Dank der Übernahme der traditionsreichen Hamburger Brauerei konnte der Bierabsatz konzernweit um 13 Prozent auf 92 Mill. Hektoliter gesteigert werden, aber der zunehmende Preisdruck hat den Gewinn verwässert. Ohne die Holsten-Übernahme wäre der Bier-Absatz unverändert geblieben, gab Carlsberg bekannt.

Positiv bewertete die Konzernleitung die Entwicklung bei dem Joint Venture Baltic Beverages Holding (BBH), das Carlsberg zusammen mit dem britischen Konkurrenten Scottish & Newcastle betreibt. BBH ist Russlands größte Brauerei und zahlte vergangene Woche 50 Mill. Euro an Carlsberg als Dividende.

Der Brauerei-Riese rechnet im laufenden Jahr mit einem 15-prozentigen Anstieg des Nettogewinns, der 2004 bei 1,1 Mrd. Kronen lag. Analysten waren enttäuscht über den Ausblick und bezeichneten die Aktie als überbewertet. Der Kurs der Carlsberg-Aktie gab in Kopenhagen nach Vorlage der Zahlen zeitweise um ein Prozent nach.

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