150,7 Millionen Dollar werden gezahlt
Royal Dutch Shell beugt sich Geldbußen

Der weltweit drittgrößte Energiekonzern Royal Dutch/Shell hat sich im Zusammenhang mit der Bewertung seiner Öl- und Gasreserven auf Vergleichszahlungen geeinigt. Die Finanzaufsichtsbehörden der USA und Großbritanniens kassieren nun Bußgelder von zusammen rund 150,7 Millionen Dollar.

HB LONDON/WASHINGTON. Mit der US-Börsenaufsicht SEC einigte sich der Konzern auf die Zahlung von 120 Mill. Dollar, wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag mitteilte. Die britische Finanzmarktaufsicht FSA belegte Shell mit einem Bußgeld von 17 Mill. Pfund. Shell hatte seine nachgewiesenen Öl- und Gasreserven zu hoch angegeben. Im Januar hatte der Konzern die Märkte damit geschockt, dass er seine Reserven um mehr als 20 % reduzieren musste. Mehrere Manager hatten damals ihre Posten verloren.

SEC und FSA warfen Shell vor, mit beispiellosem Fehlverhalten die Anleger getäuscht und grob gegen Börsenregeln verstoßen zu haben. Im Rahmen der Vereinbarung mit der US-Behörde sicherte der Konzern zudem zu, zusätzlich fünf Mill. Dollar für die Schaffung eines umfassenden Programms zur Einhaltung aller Regeln aufzuwenden.

Anfang des Monates hatte Reuters aus Branchenkreisen erfahren, Shell plane eine Zusammenfassung seiner bislang separaten Führungsgremien in den Niederlanden und Großbritannien, um eine bessere Führung des Konzerns zu gewährleisten. Dabei sei auch eine Fusion der beiden Konzern-Holdings Royal Dutch, die derzeit 60 % am Gesamtkonzern hält, und Shell Transport & Trading mit einem Anteil von 40 % nicht auszuschließen.

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