1600 zusätzliche Arbeitsplätze
Weltpremiere der neuen A-Klasse

Auf einem Kreuzfahrtschiff in Athen hat Mercedes Benz seinen neuen Kompaktwagen vorgestellt.

HB ATHEN. Für die Produktion des neuen Autos und seiner später geplanten Varianten werden laut Mercedes-Chef Jürgen Hubbert im Werk Rastatt rund 1 600 neue Arbeitsplätze geschaffen. Von der mit drei oder fünf Türen angebotenen neuen A-Klasse sollen in diesem Jahr noch 50 000 Autos gebaut werden. Ab 2005 wird die Jahresproduktion 180 000 Fahrzeuge betragen. Verkaufsstart ist der 10. September.

Hubbert, dessen Vertrag als Daimler-Chrysler-Vorstand im April 2005 ausläuft, sagte am Rande der Präsentation, dass ein Nachfolger noch nicht feststehe. „Ich könnte Ihnen heute keine Antwort geben“, meinte er auf die entsprechende Frage. Der ursprünglich vorgesehene neue Mercedes-Chef Wolfgang Bernhard war Ende April nach Differenzen über die Zukunft von Mercedes-Benz von seinem Posten entbunden worden. Es wird spekuliert, dass der Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler am 29. Juli über die Nachfolge Hubberts entscheiden könnte.

Zu den Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften über Einsparungen in den deutschen Werken meinte der Automanager, dass er sich eine Einigung durchaus in vier Wochen vorstellen könne. Man werde Ende dieser Woche erneut mit Betriebsräten und Gewerkschaften verhandeln. Hubbert will bei der Entscheidung über den Bau der neuen C-Klasse deutliche Einsparungen. Die Gewerkschaften meinen, es stünden möglicherweise 10 000 von rund 100 000 Arbeitsplätzen in Deutschland auf dem Spiel. „Wir müssen Dogmen auf beiden Seiten beseitigen“, sagte Hubbert. Es gehe um den Standort Deutschland. Als Beispiele nannte er im größten deutschen Werk die so genannte „Steinkühler-Pause“ von fünf Minuten je Stunde und die Zahlung von Spätschichtzuschlägen bereits ab 13.00 Uhr.

Die neue A-Klasse wurde auf dem Sonnendeck der „AIDA Aura“ enthüllt. Gefahren werden konnte das Auto nicht, und das Meer war ruhig, so dass keine Kippgefahr bestand. Hubbert erinnerte an den berühmten „Elchtest“, der am 21. Oktober 1997 das erste Modell kippen ließ und zur größten Produktkrise von Daimler-Benz führte. Die Produktion wurde damals für drei Monate ausgesetzt. In dieser Zeit wurde die A-Klasse auf das elektronische Anti-Schleuder-Programm ESP umgerüstet, die jetzt in der zweiten Generation weiter verbessert wurde. In sieben Jahren wurden 1,1 Millionen Exemplare vom kleinsten Mercedes gebaut. Wenn die A-Klasse in weiteren Varianten auf dem Markt ist, kann die Produktion in Rastatt bis zu 300 000 Fahrzeuge im Jahr hochgefahren werden. Dann wird vielleicht auch der US-Markt ins Visier genommen.

US-Pop-Star Christina Aguilera sang den neuen A-Klasse Song „Hello“ nur vom Band, Terminschwierigkeiten verhinderten einen Auftritt an Bord. Dafür setzte sich auf dem Schiff Film- und TV-Star Uschi Glas als Gast in die neue A-Klasse.

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