1 200 neue Arbeitsplätze
Eurocopter im Höhenflug

Der Hubschrauberhersteller Eurocopter wird in diesem Jahr seine eigenen Erwartungen deutlich übertreffen. Um die vielen Aufträge bearbeiten zu können, will die EADS-Tochter mindestens 1 200 neue Mitarbeiter einstellen. Allerdings muss sich das Unternehmen mit ähnlichen Schwierigkeiten herumschlagen wie die Konzernsschwester Airbus.

ali/fas/jojo PARIS/MÜNCHEN. „Wir haben am Anfang des Jahres gesagt, dass wir zehn Prozent mehr umsetzen. Jetzt werden es wohl eher 15 Prozent sein“, sagte Eurocopter-Chef Fabrice Brégier im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Um die vielen Aufträge zu bearbeiten, braucht die Tochter des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS auch deutlich mehr Personal. „Wir werden in diesem Jahr mindestens 1 200 neue Mitarbeiter in Deutschland und Frankreich einstellen“, sagte Brégier. Noch im März ging Eurocopter von 1 000 Neueinstellungen aus. Allein am bayerischen Standort Donauwörth will das Unternehmen mindestens 500 Jobs aufbauen.

Eurocopter ist nach Airbus das zweitgrößte Geschäftsfeld von EADS. Die Firma entstand 1992 aus der deutschen Messerschmidt-Bölkow-Blohm und der französischen Aérospatiale – acht Jahre vor dem Zusammenschluss der deutsch-französischen Muttergesellschaft.

Galt das Geschäft in den 90er-Jahren noch als Sanierungsfall, so ist es mittlerweile das schnellstwachsende Segment von EADS. Eurocopter setzte vergangenes Jahr 3,21 Mrd. Euro um und peilt für die Zukunft kräftige Zuwächse an. „Wir werden bereits 2007 nahe an die vier Milliarden kommen“, so Brégier. Damit wäre das Umsatzziel ein Jahr früher erreicht als bislang prognostiziert. „Der Markt wird mindestens die nächsten drei Jahre noch kräftig wachsen“, begründet Brégier den Optimismus. Eurocopter lebt zur Hälfte von militärischen Aufträgen und profitiert von einem wachsenden Bedarf an Luftaufklärung und dem Transport vieler Truppen zu Auslandseinsätzen.

Weltweit rangeln die großen Anbieter um die lukrativen Aufträge der Streitkräfte. Eurocopter kämpft dabei einerseits gegen europäische Wettbewerber wie AgustaWestland aus Italien. Andererseits tritt die Firma gegen mächtige US-Konkurrenten wie Bell, Sikorsky oder Boeing an.

Die Experten von Forecast International gehen davon aus, dass das Geschäft mit den Militärs noch bis 2013 deutlich wachsen wird. Wachstumstreiber von Eurocopter sind der Kampfhubschrauber Tiger, für den bereits über 200 feste Bestellungen vorliegen. Der schwere Transporthubschrauber NH 90 hat bereits 357 feste Abnahmezusagen.

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