20 Neige-Technik-Züge trotz technischer Nachrüstung vor ungewisser Zukunft
Diesel-ICE fahren aufs Abstellgleis

Die Deutsche Bahn AG wird ihre Flotte von 20 Neigetechnik-ICE mit Dieselantrieb zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember vollständig aus dem Verkehr ziehen. Die Züge werden zurzeit beim Hersteller Siemens technisch nachgerüstet.

ek DÜSSELDORF. Trotz dieser Erneuerung verursachen die Züge im täglichen Betrieb offenbar hohe Kosten und fahren selbst bei guter Auslastung rote Zahlen ein, hieß es inoffiziell in Bahnkreisen. Ein Sprecher des Unternehmensbereichs Personenverkehr wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Die bis zu 230 km/h schnellen ICE der Baureihe 605 sollten ursprünglich wieder auf der Sachsen- Franken-Magistrale Dresden - Nürnberg eingesetzt werden. Dort fuhren sie bereits, waren aber nach einem Schaden am Laufwerk einer Einheit von der Aufsichtsbehörde Eisenbahnbundesamt still gelegt worden. Bei Siemens Transportation läuft seit mehreren Monaten ein Umrüstungsprogramm, das nach Angaben eines Siemens- Sprechers planmäßig abgewickelt und fristgerecht abgeschlossen wird.

Wie der Bahn-Sprecher bestätigte, sollen ab Fahrplanwechsel auf der kurvenreichen Strecke durch Bayern und Sachsen statt der ICEs Regionalzüge der Baureihe 612 eingesetzt werden. Diese haben ebenfalls Neigetechnik und können deshalb schneller als herkömmliche Züge durch die Gleisbögen fahren. Derzeit werde noch an einem Servicekonzept gearbeitet, das den Ausfall der ICEs kompensiere.

Über die weitere Verwendung der 20 Züge, die für 150 Mill. Euro beschafft wurden, sei noch nicht entschieden, sagte der Sprecher. Handelsblatt-Informationen zufolge wird sich der Bahn-Vorstand mit dem Thema im November befassen.

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