20 Prozent im Jahr
Deutsche Solarindustrie erwartet kräftige Zuwächse

Die deutsche Solarindustrie wird nach Verbandsangaben in den kommenden Jahren kräftige Zuwächse verzeichnen.

dpa-afx HAMBURG. "Die Produktion wird über die nächsten Jahre jeweils deutlich über 20 Prozent zulegen", sagte der Präsident des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW), Hans-Martin Rüter, am Dienstag in Hamburg der dpa-AFX. Getragen werde der Zuwachs von dem geplanten Bau neuer Werke sowie der Erweiterung bestehender Fabriken.

"Die Solarindustrie in Deutschland ist damit kerngesund", wies er Spekulationen über einen Abbruch des Solarbooms zurück. In den vergangenen Wochen war über eine Abschwächung der Nachfrage spekuliert worden, was die Aktienkurse der Solarfirmen unter Druck gesetzt hatte. Der derzeit geringere Absatz in Deutschland werde durch einen höheren Export ausgeglichen. Der Verkauf von Solarmodule im Ausland sei derzeit lukrativer. "Für Deutschland rechnen wir für dieses Jahr bei der installierten Leistung mit einer Stagnation bis zu einem Zuwachs von zehn Prozent", sagte Rüter.

Für das kommende Jahr rechnet der Verbandspräsident, der auch Vorstandschef von Conergy ist, mit einem deutlichen Preisrückgang für Solarmodule. "Ich gehe davon aus, dass die Preise im kommenden Jahr um sieben bis zehn Prozent sinken werden, damit die Nachfrage auf einem hohen Niveau bleibt." In den vergangenen zehn Jahren seien die Preise bereits um rund 70 Prozent gefallen, sagte Rüter. Da sich Produktion und Technik verbessert hätten, seien Nachlässe ohne Ergebniseinbußen möglich.

Eine Änderung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG), mit dem die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das Stromnetz festgeschrieben ist, erwartet Rüter vorerst nicht. "Durch das EEG ist Deutschland das Land, in das die meisten Investitionen fließen." In den vergangenen Wochen hatten zwei US-Firmen den Bau neuer Fabriken in Ostdeutschland bekannt gegeben.

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