200 Arbeitsplätze fallen weg
Nordzucker macht Werke dicht

Deutschlands zweitgrößer Zuckerproduzent, Nordzucker aus Braunschweig, schließt zwei Werke. 200 der konzernweit 3300 Arbeitsplätze fallen weg.

HB HAMBURG. Die Zuckerfabrik in Wierthe bei Braunschweig mit 116 Stellen solle zum Jahresende ihre Produktion einstellen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach Abschluss der Zuckerrübenernte im Dezember 2006 solle auch das Werk in Groß Munzel bei Hannover mit derzeit 72 Mitarbeitern den Betrieb einstellen. Für die betroffenen Beschäftigten kündigte Vorstandschef Ulrich Nöhle einen Sozialplan an. Betriebsbedingte Kündigungen schloss er aus. „Wir setzen vor allem auf unternehmensweite Vorruhestandsregelungen und Arbeitsplatzangebote in anderen Werken“, sagte Nöhle.

Nordzucker begründet die Werksschließungen mit Einschränkungen beim Export von subventioniertem EU-Zucker durch die Welthandelsorganisation (WTO). „Die WTO-Entscheidung schlägt bei uns mit über 200 000 Tonnen Zucker pro Jahr zu, die wir weniger erzeugen können. Das ist die Kapazität von mehr als einem Werk“, erläuterte Nöhle. Nordzucker betreibt derzeit acht Werke.

Nöhle schloss eine Übernahme von Nordzucker durch einen Dritten aus. „Wir werden sicherlich nicht übernommen werden können.“ Er begründete dies mit der Eigentümerstruktur der nicht börsennotierten Nordzucker AG, deren Anteile voll im Besitz von Zuckerrüben-Bauern liegen. Größter Zuckerkonzern in Europa ist die im Nebenwerteindex MDax notierte Südzucker.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%