200 Jahre Werner von Siemens: Merkel: Werner von Siemens eine „Lichtgestalt“

200 Jahre Werner von Siemens
Ein Fest für einen Wandlungskünstler

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Merkel: Werner von Siemens eine „Lichtgestalt“

Dabei weiß der Siemens-Chef durchaus um die Gemütslage vieler Menschen im Lande, wohl auch vieler seiner Mitarbeiter. „Viele Menschen machen sich Sorgen, ob sie im digitalen Zeitalter überhaupt noch gebraucht werden“, sagte Kaeser. Die müsse man mitnehmen. „Unsere Aufgabe ist es auch, ein faires, ein inklusives Geschäftsmodell zu entwickeln. Das braucht das digitale Zeitalter.“

Der Unternehmer hat auch eine Verantwortung für die Gesellschaft - auch das war schon einer Überzeugung von Werner von Siemens. „Ich sehe im Geschäft erst in zweiter Linie ein geldwertes Objekt. Es ist für mich ein Reich, welches ich gegründet habe und welches ich meinen Nachkommen ungeschmälert überlassen möchte“, schrieb er einmal.

Und so versuchte er auch seine Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden. Schon elf Jahre nach Firmengründung beteiligte er seine Arbeiter am Gewinn. Später gründete er eine Pensions-, Witwen und Waisenkasse, um die Arbeiter und ihre Angehörigen finanziell abzusichern. Mit höheren Gehältern habe er Leistungsanreize gesetzt, lobte auch Merkel.

Für die Kanzlerin war Werner von Siemens eine „Lichtgestalt“, von der man auch heute noch lernen kann, wenn es um die Herausforderungen technologischer Disruption geht. Man müsse und den Wandel gestalten, so Merkel.

Ihre Rede klang in weiten Teil wie ein Appell an die anwesenden Topmanager, insbesondere an Kaeser, alle Kraft darauf zu konzentrieren, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. „Siemens spielt eine zentrale Rolle bei der Frage, ob es der deutschen Industrie insgesamt gelingt.“

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