200 Millionen Euro schwer
Bosch gründet Fonds für Wagniskapital

Der Stuttgarter Bosch-Konzern hat einen Risiko-Kapitalfonds gegründet, um sich direkt an jungen Technologienfirmen zu beteiligen. Der weltgrößte Autozulieferer könne so schon heute in Technologiefeldern von Anfang an dabei sein, „von denen wir glauben, dass sie vielleicht in 10 bis 20 Jahren für Bosch relevant sein werden", sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Die Stuttgarter haben den Fonds mit einem Startkapital von 200 Millionen Euro ausgestattet. Der Großteil dieser Summe solle ausgegeben werden, um sich an jungen Unternehmen (Start-ups) zu beteiligen.

Deutsche Großkonzerne wie Bosch sind bei der Suche nach neuen Patenten und Innovationen immer stärker bereit, zusätzliche Risiken einzugehen. Venture Capital ist Wagniskapital, das in junge Firmen investiert wird. Auch der Medienkonzern Bertelsmann hatte bereits 2006 einen Venture Capital Fonds für digitale Medien aufgelegt. Fehrenbach betonte, dass der klassische Wissenstransfer über die Hochschulen und Forschungsinstitute nicht mehr ausreiche. „Im Energiesektor passiert beispielsweise so viel, dass wir unseren Forschungsfächer verbreitern müssen.“

Das zu Ende gehende Geschäftsjahr sei für Bosch besser gelaufen als erwartet, ergänzte der Bosch-Chef. „Wir werden leicht über den Erwartungen liegen.“ 2007 sei besser gelaufen, als vom Management erwartet. „Wir sind mit dem Jahr zufrieden.“ Zuletzt hatten die Stuttgarter ein Umsatzplus von gut fünf Prozent auf 46 Milliarden Euro angepeilt. Von der besseren Konjunkturlage hätten die deutschen Standorte überproportional profitiert. „Unter dem Strich haben wir so in Deutschland in diesem Jahr sogar rund 1800 Stellen aufgebaut, so dass wir jetzt hier zu Lande mehr als 112.000 Mitarbeiter beschäftigen.“

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