200 neue Arbeitsplätze werden geschaffen
BMW investiert über Millionen in Mini-Werk

Der Münchener Autobauer BMW will bis 2007 gut 100 Millionen Pfund zusätzlich in sein Mini-Werk im britischen Oxford investieren.

HB OXFORD/SINGAPUR. Der Großteil der Summe von umgerechnet knapp 150 Mill. € fließe in die Modernisierung der Lackiererei sowie den Bau der neuen Karosseriefertigung für den erfolgreichen Kleinwagen, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. Damit würden in den kommenden drei Jahren 200 Arbeitsplätze geschaffen. „Durch diese Maßnahmen können wir noch flexibler auf die weltweit hohe Mini-Nachfrage reagieren“, erklärte Produktionsvorstand Norbert Reithofer. „Zugleich steigern wir unsere Flexibilität bei der Fertigung der verschiedenen Mini-Modellvarianten.“

BMW hatte nach der Trennung von Rover an Mini festgehalten und 2001 eine Neuauflage des britischen Kultautos auf den Markt gebracht. Ursprünglich war eine Produktionszahl von 100 000 Fahrzeugen jährlich geplant - 2004 wurde mit 189 492 Fahrzeugen fast das Doppelte erreicht. Mittlerweile bauen die rund 4500 Mitarbeiter in Oxford neben dem klassischen Mini auch eine Cabrio-Variante. BMW hat nach eigenen Angaben in den vergangenen fünf Jahren 280 Mill. Pfund in die Mini-Produktion gesteckt.

Vorstandschef Helmut Panke wiederholte auf einer Asienreise die Bereitschaft, auch in Indien eine BMW-Produktion aufzubauen. Damit könnte BMW das Ziel von 150 000 verkauften Fahrzeugen in Asien binnen drei Jahren erreichen. Derzeit prüften mehrere Experten vor Ort mögliche Produktionsstandorte, sagte Panke. „Es gibt noch keine Entscheidung und wir haben keinen spezifischen Zeitrahmen. Vielleicht werden wir in ein Joint Venture - ähnlich dem in China - eintreten“, sagte er. 2004 verkaufte BMW in Indien 122 Fahrzeuge.

Für Asien insgesamt kündigte Panke 2005 einen Absatzanstieg von zehn bis 15 % an. 2004 hatte BMW die Verkäufe in Asien um 2,6 % auf knapp 95 500 Fahrzeuge gesteigert.

Ungeachtet der Preissenkungen in China von bis zu 15 % gab sich Panke mit Blick auf den zweitgrößten asiatischen Markt von BMW nach Japan zuversichtlich. Der chinesische Automarkt werde langfristig ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen, sagte er. Auch BMW werde in dem Land 2005 zulegen können, wobei es egal sei, „ob das fünf oder sechs oder acht Prozent“ seien. BMW konkurriert in China vor allem mit Audi. Bei den Fahrzeugpreisen in China sei der Tiefpunkt praktisch erreicht, sagte der BMW-Chef. Möglicherweise sei nochmals eine Senkung von ein bis zwei Prozent nötig.

BMW hat nach Pankes Worten noch nicht entschieden, ob der neue Van in Deutschland oder den USA vom Band rollen soll. Die neue Modellreihe werde in zweieinhalb bis drei Jahren in den Verkauf gehen, sagte er. Einzelheiten würden noch in der ersten Jahreshälfte bekannt gegeben.

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