200 Stellen ohne Kündigungen abgebaut
Afri-Cola-Hersteller will mit Wasser in die schwarzen Zahlen

Der Sprudel- und Limonaden-Hersteller Mineralbrunnen Überkingen-Teinach will sich auf das Kerngeschäft mit Mineralwasser konzentrieren und peilt 2004 die Rückkehr in die schwarzen Zahlen an. Die Expansion von Bluna und Afri-Cola soll zurückgefahren werden, teilte der Getränkehersteller am Montag mit.

HB STUTTGART. Die Mineralbrunnen AG beschränke sich auf das regionale Geschäft mit ihren Wasser-Marken „Überkinger“, „Teinacher“, „Fachinger“ sowie „Krumbach“ in Bayern und Baden-Württemberg, erklärte Vorstand Heinz Breuer am Montag in Stuttgart die angestrebte Trendwende im Ergebnis. Die Expansion mit den traditionsreichen Limonadenmarken Bluna und Afri-Cola sei zurückgefahren, die Werbung für Afri-Cola eingestellt worden. „Nationale Experimente machen derzeit keinen Sinn“, erklärte Breuer. Über die Zukunft der zwei einst mit großen Hoffnungen verbundenen Marken äußerte sich Breuer vage: „Das ist kein Dauerzustand“, sagte er. Mit Süßgetränken machte Überkinger zuletzt 16 Prozent des Umsatzes.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern aus Bad Überkingen den Verlust auf 4,6 (2002: minus 34,6) Millionen Euro reduziert und damit besser abgeschnitten als erwartet. 2004 peilt Breuer nach eigenen Angaben eine „schwarze Null“ an. „Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, dass die Mineralbrunnen AG auf dem Weg ist, ein gesundes Unternehmen zu werden“, sagte Breuer. Das Unternehmen habe ohne Kündigungen über 200 Stellen abgebaut. Der Konzernumsatz soll 2004 über 165 Millionen Euro liegen. Der heiße Sommer und die Wirren um die Einführung des Einwegpfandes im Einzelhandel hatten den Umsatz des Mehrweg-Anbieters 2003 auf 168,5 von 162,3 Millionen Euro getrieben.

Eine Dividende erhalten für 2003 nur die Vorzugsaktionäre (11 Cent je Aktie). Die Stammaktionäre sollen laut Breuer auch 2004 trotz der erwarteten Rückkehr in die schwarzen Zahlen leer ausgehen. 42,5 Prozent der Überkinger-Aktien liegen bei der Bad Homburger Brauerei Karlsberg, 18,6 Prozent hält die Pensionskasse des Hotel- und Gaststättengewerbe-Verbandes.

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