2003 deutliches Umsatzplus erwartet
Roche hängt den Markt ab

Der Schweizer Pharmakonzern Roche ist in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich stärker gewachsen als der Markt. Der Konzern hat zudem seine Ertragsprognose für das Gesamtjahr erhöht. Auch in Deutschland macht Roche gute Geschäft und erwartet 2003 dank des florierenden Verkaufs verschreibungspflichtiger Medikamente deutliche Umsatzzuwächse. Die Gesundheitsreform werde das Wachstum von Roche Pharma Deutschland im kommenden Jahr aber etwas bremsen, teilte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mit.

HB FRANKFURT. Das Pharmageschäft habe sich in Deutschland in den ersten neun Monaten des Jahres mit einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf 515 Mill. € erfreulich entwickelt. Vor allem Medikamente gegen Krebserkrankungen sowie die neuen Produkte „Pegasys“ und „Copegus“ gegen Hepatitis C hätten in Deutschland wesentlich zum Wachstum beigetragen. Für das Gesamtjahr peile Roche Pharma in Deutschland auch ein prozentual zweistelliges Umsatzplus an, sagte der Chef von Roche Pharma Deutschland, Karl Schlingensief.

Roche hatte am Vortag für den Gesamtkonzern einen Umsatz von 21,2 Mrd. Franken (14,0 Mrd. €) für die ersten neun Monate bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies - in lokalen Währungen gerechnet - einem Plus von 19 %. Die an der Schweizer Börse notierte Roche-Aktie am Mittag 0,45 % im Minus bei 110 Schweizer Franken.

Kritisch kommentierte er die Gesundheitsreform hier zu Lande, die kommendes Jahr in Kraft treten soll. Speziell für patentgeschützte Produkte sei ein auf Innovationen setzendes Unternehmen auf eine „marktgerechte Preisbildung“ angewiesen. „Festbeträge, wie sie jetzt für diese Arzneimittel vorgesehen sind, bedeuten indirekt eine Verletzung der Patentrechte und der Zwangsrabatt trifft gerade die forschungsorientierten Unternehmen“, sagte Schlingensief. Die zu erwartenden Einbußen im kommenden Jahr durch die Gesundheitsreform bezifferte er auf rund 50 Mill. €. Roche Pharma Deutschland werde dies aber wohl durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäften ausgleichen.

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