2003 soll Prognose übertroffen werden
Wienerberger hängt Messlatte höher

Die Wienerberger AG hat im dritten Quartal 2003 die Erträge weiter gesteigert und die Erwartungen des Marktes übertroffen.

HB WIEN. Der weltgrößte Ziegelhersteller will auch die eigene Prognose für das Gesamtjahr 2003 übertreffen: 2003 werde Wienerberger das eigene Ziel, einer zumindest zehnprozentigen Steigerung der operativen Ergebnisse übertreffen. Beim Gewinn je Aktie werde der Zuwachs noch höher ausfallen, heißt es in der Aussendung.

Wienerberger hat in den ersten neun Monaten bei einem Konzernumsatz von 1399,3 (1270,2) Mill. € ein Ebit von 158,7 (130,4) Mill. € erzielt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei auf 130,0 (101,6) Mill. € gestiegen, teilte die Wienerberger am Freitag mit. Das Ergebnis nach Steuern wurde mit 96,3 (83,2) Mill. € angegeben. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) wurde mit 275,7 (242,1) Mill. € genannt. Analysten hatten das Ebit im Durchschnitt bei 152,33 Mill. €, das EBT mit 122,88 Mill. € erwartet.

„Zahlreiche profitable Expansions- und Optimierungsmaßnahmen ermöglichten eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse“, heißt es in der Aussendung. Im Kerngeschäft Ziegel wurde der Umsatz auf 962,0 (893,4) Mill. € gesteigert, wobei die Regionen Westeuropa sowie Zentral- und Osteuropa zweistellige Zuwachsraten hatten. Die Mengen seien in beiden Regionen gesteigert worden, in Westeuropa hätten auch leicht höhere Preise im Markt untergebracht werden können. Für die USA weist Wienerberger einen um zwölf Prozent rückläufigen Umsatz auf, was mit der Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro begründet wurde.

Für Dachsysteme weist Wienerberger einen Umsatz von 174,2 (95,3) Mill. € aus, was in erster Linie auf den Kauf der Koramic-Dachaktivitäten zurückgeht. Der Beitrag von Koramic Roofing zum Ebitda erreichte 19,1 Mill. € und lag leicht über Plan. Für Beteiligungen und Sonstiges wird ein Umsatz von 263,1 (281,5) Mill. € angegeben.

Währungseffekte aus dem US-Dollar und dem polnischen Zloty haben mit 11,6 Mill. € auf das Ergebnis gedrückt, so die Wienerberger. Positiv ausgewirkt hätten sich die Integration von Hanson BCE sowie die fortgesetzte Kostenoptimierung in allen Bereichen.

Trotz der Investitionen von 123,8 (67,5) Mill. € sei der Nettoverschuldungsgrad auf 82 % per Ende September gegenüber 96 % zum Halbjahr gesunken. Bis Jahresende soll das net gearing auf unter 80 % sinken. Wienerberger hat Anfang 2003 50 % an Koramic Roofing übernommen und daneben 20 kleinere Projekte geplant.

Mit der Abgabe des Minderheitsanteils an der Alwa sowie dem Verkauf der Steinzeug-Beteiligung und der Übertragung der Immofinanz-Aktien an die ANC Privatstiftung im Oktober habe Wienerberger die konsequente Umsetzung ihrer Konzentration auf das Kerngeschäft Ziegel unterstrichen. Wienerberger notierte zuletzt mit 19,50 (19,37) fester. Die Aktie liegt seit Jänner rund 15 % im Plus, während der ATX rund 25,8 % zugelegt hat.

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