2003 Verlust nach Steuern
Gildemeister bleibt in den roten Zahlen

Trotz deutlicher Gewinnsteigerungen hat der Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister im vergangenen Jahr unter dem Strich erneut einen Fehlbetrag verbuchen müssen und damit seine Planung verfehlt. Für das laufende Jahr kündigte das im SDax gelistete Unternehmen Umsatzzuwächse und Ergebnisverbesserungen an.

HB DÜSSELDORF. Nach vorläufigen Berechnungen sei 2003 nach Steuern auf Grund von Belastungen durch Steuernachzahlung sowie nicht abzugsfähiger Firmenwertabschreibungen ein Verlust von 3,9 (Vorjahr minus 18,7) Mill. € angefallen, teilte Gildemeister am Dienstag mit. Vor Steuern erzielte Gildemeister indes mit 10,3 (minus 7,5) Mill. € wieder einen Gewinn. Der Vorstand hatte im November nach Steuern ein ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht gestellt. Der Umsatz wurde mit 977,8 Mill. € beziffert und blieb damit unter dem Vorjahreswert von 1,03 Mrd. €. Der Auftragseingang erreichte den Angaben zufolge mit 981,8 Mill. € das Vorjahresniveau und entwickelte sich somit besser als die Branche, die ein Minus von vier Prozent verbuchte. Der Auftragsbestand von 332,4 (328,8) Mill. € bedeute eine gute Ausgangsbasis für das laufende Jahr. Wie bereits angekündigt, sollen die Aktionäre für 2003 keine Dividende erhalten.

Für 2004 erwarte der Konzern ein Umsatzplus von fünf Prozent und eine weitere Ergebnisverbesserung, teilte Gildemeister weiter mit. Es gebe spürbare „Auftriebstendenzen“ in Amerika sowie erste Marktbelebungen in Europa und im Inlandsmarkt. Doch im ersten Quartal erwarte der Vorstand auf Grund höherer Marketingaufwendungen durch die Vielzahl regionaler Frühjahrsmessen sowie gestiegener Finanzierungskosten vor Zinsen und Steuern noch einen Verlust. Der Umsatz werde zunächst auf Vorjahresniveau stagnieren.

Ob die Dividendenzahlung 2004 wieder aufgenommen wird, ließ Gildemeister indes offen. Die Anteilseigner hatten zuletzt für 2001 0,60 € je Titel erhalten. Die Aktie, die in den vergangenen Monaten ihren Wert mehr als verdreifacht hat, notierte mit 8,70 € über drei Prozent im Minus.

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