2004 Umsatzwachstum bis zu fünf Prozent erwartet
Adidas kündigt neue Marketing-Schlacht an

Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas-Salomon erwartet nach einem bereits guten Geschäftsverlauf in diesem Jahr für 2004 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent.

Reuters PARIS. „Wir erwarten ein jährlich währungsneutrales Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent. Das gilt auch für 2004“, sagte ein Adidas-Sprecher am Donnerstag am Rande der Leichtathletik-WM in Paris. Ob dieses Wachstum auch in Euro gerechnet erzielt werde, könne man noch nicht sagen. Adidas hatte im zweiten Quartal wegen starker Währungseffekte einen Umsatzrückgang verbucht, den Gewinn aber erneut gesteigert. Ohne den starken Euro hätte auch der Umsatz zugelegt.

Der Konzern kündigte zudem an, für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr in Athen einen „zweistelligen Millionen-Betrag“ für Marketing zu investieren. Anders als bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Asien werde es aber nach jetziger Planung keinen Sonderwerbeetat für Werbung bei den Olympischen Spielen geben. Für die Fußball-WM hatte Adidas allein rund 40 Mill. € an Marketing ausgegeben.

Die Adidas-Aktie notierte am Donnerstag kurz nach Handelsbeginn in einem etwas schwächeren Gesamtmarkt mit 0,43 % im Minus bei 74,39 €. Die Aktie hatte am Vortag mit einem Plus von 4,5 % zu den Gewinnern im Deutschen Aktien-Index gehört, nachdem der fränkische Konzern angekündigt hatte, sich mit einer Wandelanleihe frisches Geld vom Kapitalmarkt zu holen.

Für das kommende Jahr würden die Marketingkosten wie 2003 insgesamt etwa zwölf bis 13 % des Umsatzes ausmachen, sagte der Sprecher auf einer Präsentation für die Olympiade weiter. Darin seien die Werbekosten für die Olympischen Spiele in Athen inbegriffen. Im vergangenen Jahr hatte Adidas rund 824 Mill. € für Werbung und Vermarktungsaktionen ausgegeben.

Zusätzliche Verkaufsimpulse erwarte der Konzern von den Olympischen Spielen in Athen nicht. „Wir wollen die Olympischen Spiele vor allem als Werbeplattform für die Marke Adidas nutzen“, sagte der Sprecher. Anders als bei der Fußball-WM sei kein Boom beim Geschäft mit Fanartikeln zu erwarten. Nach der Fußball-WM in Japan und Südkorea, wo Deutschland im Finale Brasilien unterlag, hatte Adidas seine Umsätze in Asien dank eines Booms bei Fanartikeln wie Trikots deutlich steigern können.

Adidas werde in Athen 18 Olympia-Mannschaften und damit wie bei den Spielen in Sydney im Jahr 2000 wohl mehr als die Hälfte der Athleten ausrüsten. Zu den betreuten Mannschaften gehörten Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die USA, sagte der Sprecher. „Die Olympiade ist für uns im nächsten Jahr das zentrale Sportereignis neben der Fußball-Europameisterschaft."

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