2004 wird wieder mit schwarzen Zahlen gerechnet
Wacker erleidet einen Rekordverlust

Der Chemie-Konzern Wacker hat im vergangenen Jahr wegen der schwachen Konjunktur und Restrukturierungskosten einen hohen Verlust gemacht - den höchsten in seiner 90-jährigen Firmengeschichte. Nach einem leichten Umsatzplus im ersten Quartal 2004 erwarten die Münchner aber eine Geschäftsbelebung und wieder schwarze Zahlen im Gesamtjahr.

HB MÜNCHEN. „Wir werden in die Gewinnzone kommen“, sagte Konzernchef Peter-Alexander Wacker am Dienstag. Dies gelte auch, wenn der Ende März überraschend abgesagte, aber nach wie vor angestrebte Börsengang der Siliziumscheiben-Tochter Siltronic 2004 nicht mehr stattfinde. Wacker bekräftigte allerdings die die Kapitalmarktpläne für Siltronic. „Sobald sich das Marktumfeld nachhaltig stabilisiert hat, sind wir jederzeit startbereit“, sagte er. Einen Zeitrahmen gebe es aber nicht.

Als größten Unsicherheitsfaktor für das Ergebnis bezeichnete der Konzernchef den Wechselkurs des Euro zum Dollar. Nach dem ersten Quartal sei es zwar noch zu früh von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen. Der Trend sei aber eindeutig positiv, so dass Wacker für das Gesamtjahr mit einem Umsatzanstieg rechne. In den ersten drei Monaten 2004 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 635 (Vorjahreszeitraum: 622) Mill. € einen operativen Gewinn von 30 (46) Mill. €.

„2003 war für Wacker ausgesprochen schwierig“, teilte das Unternehmen mit. „Der Konzern litt unter dem starken Euro, Margenverfall und Überkapazitäten, insbesondere bei Siltronic.“ Nach Steuern fiel ein Verlust von 95,4 Mill. € an nach einem Gewinn im Vorjahr von 20,8 Mill. €. Operativ (Ebit) betrug das Minus 36,0 (plus 139,8) Mill. €. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 2,5 Mrd. €, währungsbereinigt stagnierte er in etwa. Um der schwachen Geschäftsentwicklung entgegenzuwirken, verringerte Wacker die Zahl der Mitarbeiter um rund 1000 auf etwa 15 600 zum Jahresende. Die Belegschaft willigte zudem in Lohnsenkungen ein. Ursprünglich hatte Wacker für 2003 lediglich leicht sinkende Gewinne in Aussicht gestellt.

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