2005 bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte eingefahren
H&R Wasag sucht nach Zukäufen

Trotz hoher Rohstoffkosten ist der Spezialchemiekonzern H&R Wasag im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Nach dem Rekordergebnis 2005 erwartet der Spezialchemiekonzern weitere Zuwächse im laufenden Jahr und schaut sich nach Zukäufen um.

HB HAMBURG. Für 2006 stellte Konzernchef Horst Hollstein am Dienstag einen weiteren Anstieg des Vorsteuergewinns auf 30 Mill. Euro in Aussicht, nachdem sich das Ergebnis im vergangenen Jahr auf 19,6 Mill. Euro verdoppelt hatte. Den Umsatz erwartet H&R Wasag in diesem Jahr mit mehr als 700 Mill. Euro. 2005 hatten die Erlöse um fast ein Drittel auf 650,5 Mill. Euro zugelegt, der Überschuss auf 11,5 (Vorjahr: 6,8) Mill. Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) wuchs um rund ein Drittel auf 44,5 Mill. Euro. Das Unternehmen sprach vom besten Ergebnis seiner Geschichte.

„Vor dem Hintergrund des extrem schwierigen Umfelds auf dem Rohölmarkt sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden“, erklärte Hollstein. Vor allem die größte Sparte chemisch-pharmazeutische Rohstoffe habe hohe Belastungen durch die gestiegenen Rohstoffpreise verkraften müssen. Die Preissteigerungen beim Rohstoff, die zu Mehraufwendungen in Höhe von 102 Mill. Euro geführt hätten, hätten nur zeitverzögert für Preiserhöhungen genutzt werden können. Dennoch sei wegen gut ausgelasteter Raffinerien, weiterer Kostenreduzierungen und einem guten Überseegeschäft das Ergebnis mehr als verdoppelt worden.

Trotz des Gewinnschubs soll die Dividende für 2005 mit 0,30 Euro je Aktie unverändert bleiben, weil das Unternehmen wegen der hohen Rohstoffpreise einen erhöhten Geldbedarf sieht. Eine höhere Ausschüttung deutete Hollstein allerdings für das laufende Jahr an. An dem erwarteten Ergebniswachstum sollten auch die Aktionäre beteiligt werden, sagte er. Das laufende Jahr hat Hollstein zufolge gut begonnen: „Im Januar und Februar hatten wir eine fantastische Entwicklung“, sagte er.

Das Unternehmen sieht sich als führender Anbieter von rohölbasierten Spezialprodukten und stellt unter anderem Sprengstoff und Kunststoffteile her. Zu möglichen Übernahmen sagte Hollstein: „Wir halten jetzt Ausschau nach geeigneten Objekten.“ Zukaufen will H&R Wasag vor allem in der chemisch-pharmazeutischen Sparte. In der Sparte Kunststoffe sei der Konzern in Osteuropa und Nordamerika schon gut aufgestellt, hier seien Gemeinschaftsunternehmen denkbar. Für die Finanzierung des Wachstums plant H&R Wasag eine Kapitalerhöhung um mindestens 40 Mill. Euro, die voraussichtlich erst im kommenden Jahr über die Bühne gehen werde.

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