2005 erneut Rekorde geplant
Audi will auch Lohnkosten drücken

Die VW-Tochter Audi hat ihre Geschäftsziele für 2004 bekräftigt und plant auch 2005 neue Rekorde. Dennoch will Vorstandschef Martin Winterkorn ähnlich wie die Konzernmutter die Lohnkosten in Deutschland senken.

HB MÜNCHEN. „Die Lohnstückkosten sind immer zu hoch“, sagte Winterkorn am Montagabend bei der Vorstellung des neuen Audi A6 Avant in München. Gespräche liefen bereits mit den Arbeitnehmern. Dabei gehe es insbesondere um mehr Flexibilität. Auch eine längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich sei eine denkbare Option. Womöglich werde es bereits in zwei Monaten Ergebnisse geben. Winterkorn zeigte sich zuversichtlich für die Gespräche: „Wir haben sehr unternehmerisch denkende Partner auf der Arbeitnehmerseite.“

VW und die IG Metall hatten sich zuletzt nach einer harten Tarifrunde auf eine Bestandsgarantie bis Ende 2011 für über 100 000 Arbeitsplätze in den westdeutschen Werken geeinigt. Im Gegenzug akzeptierte die Gewerkschaft eine Nullrunde bei Löhnen und Gehältern bis Januar 2007. Zusammen mit weiteren Tarifzugeständnissen der Gewerkschaft kann Europas größter Autohersteller ab dem Jahr 2006 so seine Personalkosten um eine Milliarde Euro senken. Bei Audi geht es nach Konzernangaben derzeit hingegen nicht um Tarifverhandlungen, sondern um interne Betriebsvereinbarungen die etwa Überstunden, Zuschläge oder Arbeitszeitkonten regeln.

Winterkorn bekräftigte die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2004 und konkretisierte zudem die bisherige Absatzerwartung, die auf einen Zuwachs von einem bis drei Prozent lautet. „Wir werden ziemlich genau in der Mitte liegen“, sagte Winterkorn. Er gehe von etwa zwei Prozent Absatzwachstum aus. Das Ziel eines stabilen Ergebnisses bei steigendem Umsatz gelte weiter.

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