2005 Millionenverlust
VW sieht bei Seat rot

Die Volkswagen-Tochter Seat ist erstmals seit zehn Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Seat-Präsident Andreas Schleef bleibt dennoch optimistisch.

HB BARCELONA. Seat hat 2005 einen Nettoverlust von 62,5 Mill. Euro eingefahren. Der Umsatz sei auf 5,27 Mrd. Euro von 5,86 Mrd. Euro im Vorjahr gefallen, teilte Seat am Donnerstag mit. In dem nahe Barcelona gelegenem Hauptwerk Martorell liefen 385 000 Fahrzeuge vom Band, nachdem es im Vorjahr noch 416 000 gewesen seien. Ende vergangenen Jahres waren Spekulationen aufgekommen, Volkswagen könne seine Tochter verkaufen oder das Werk Martorell schließen. Die spanische Regierung hatte jedoch nach eigenen Angaben im Januar eine Zusage von VW-Chef Bernd Pischetsrieder erhalten, dass der Wolfsburger Konzern weiter zu Seat stehe.

Seat-Chef Andreas Schleef äußerte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass für den Autobauer nun bessere Zeiten anbrechen. „Wir kommen jetzt aus dem Tal heraus“, sagte er. Schleef verwies auf neue Modelle und den geplanten Stellenabbau. Im Dezember hatte sich das Unternehmen mit den Gewerkschaften über die Entlassung von 660 Beschäftigten verständigt. Ursprünglich sollten 1346 Mitarbeiter gehen. „Wir haben ein schweres Jahr hinter uns, aber 2006 sieht für Seat sehr vielversprechend aus“, sagte Schleef am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Barcelona weiter. „Dies ist jetzt unsere letzte Chance, aber wir werden sie nutzen.“

Seat beschäftigt in dem Land rund 16 000 Mitarbeiter, die meisten in Martorell. Volkswagen unterhält in Spanien ein Werk in der Nähe von Pamplona.

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