2005 Rekordgewinn
Roche setzt Höhenflug fort

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Jahr den Umsatz und den Betriebsgewinn auf Rekordhöhe gesteigert. 2006 wird dank Krebsmedikamenten und Tamiflu zudem mit einer weiteren Umsatzsteigerung gerechnet.

HB ZÜRICH. Roche ist dank anhaltender Nachfrage nach seinen Krebsmedikamenten und dem Grippemittel Tamiflu im Jahr 2005 stärker als der Markt gewachsen und hat die Gewinnerwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Im laufenden Jahr will der Konzern das Marktwachstum erneut übertreffen und rechnet sowohl im Konzern als auch in der Pharma-Division mit zweistelligen Wachstumsraten.

Zwar sank der Reingewinn von Roche laut Angaben vom Mittwoch im Jahr 2005 um fünf Prozent auf 6,73 Mrd. Franken (sfr). Doch waren im Jahr davor 2,3 Mrd. sfr Erlös aus dem Verkauf von Geschäftseinheiten im Gewinn enthalten. Analysten hatten im Durchschnitt mit 5,62 Mrd. sfr Gewinn gerechnet.

Der Konzernumsatz erhöhte sich in lokalen Währungen um 19 Prozent auf den Rekordwert 35,51 Mrd. sfr, so Roche. Die Pharma-Division wuchs in lokalen Währungen um 25 Prozent auf 27,27 Mrd. sfr und damit, so Roche, vier mal so schnell wie der globale Markt. Wachstumsträger waren dabei Krebsmedikamente wie Avastin oder Tarceva, das in der Transplantationsmedizin eingesetzte Cellcept und das Hepatitis-Mittel Pegasys aber auch das Grippemittel Tamiflu, mit dem sich viele Länder für den Fall einer Vogelgrippe-Pandemie eingedeckt haben.

Der Betriebsgewinn vor Sonderpositionen erhöhte sich um 33 Prozent auf 9,03 Mrd. sfr. Die Betriebsgewinnmarge stieg damit um 2,5 Prozentpunkte auf 25,4 Prozent. Befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 34,66 Mrd. sfr Konzernumsatz und 26,58 Mrd. sfr Pharmaumsatz gerechnet. Der Betriebsgewinn war auf 8,53 Mrd. sfr geschätzt worden. In der Pharma-Sparte verbesserte sich die Betriebsgewinnmarge um 2,4 Prozentpunkte auf 27,4 Prozent. Roche will für 2005 eine Dividende von 2,50 sfr je Aktie und Genussschein zahlen, 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im laufende Jahr 2006 rechnet Roche für beide Division Pharma und Diagostics in lokalen Währungen mit einem Verkaufswachstum über dem Markt. Im Konzern und in der Pharma-Division soll das Wachstum dabei weiter zweistellig ausfallen. Zudem dürfte der Anstieg im ersten Halbjahr stärker sein als in der zweiten Jahreshälfte, hiess es. Das Gewinnplus je GS und Aktie soll sich im Rahmen der Verkaufszunahme bewegen.

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