2005 weniger Gewinn
Vioxx-Rückstellung belasten Merck

Im vierten Quartal 2005 hat der US-Pharmakonzern Merck & Co bei Gewinn und Umsatz die Markterwartungen übertroffen. Im gesamten Jahr ging allerdings der Gewinn bei einem leicht rückläufigen Umsatz deutlich zurück.

HB WHITEHOUSE STATION. Die Gesellschaft setzte im vergangenen Jahr 22 Mrd. Dollar (18 Mrd Euro) um oder vier Prozent weniger als 2004. Dabei wirkte sich die Rücknahme des Schmerzmittels Vioxx aus dem Jahr 2004 noch mit sieben Prozent Umsatzrückgang aus, während alle anderen Merck-Produkte um drei Prozent zulegten. Die Rückstellungen für die Verteidigungskosten der Vioxx-Schadenersatzklagen wurden um 295 Mill. Dollar auf 685 Mill. Dollar erhöht, hat Merck am Dienstag bekannt gegeben. Der Gewinn fiel 2005 um 20 Prozent auf 4,6 Mrd. Dollar oder 2,10 (Vorjahr: 2,61) Dollar je Aktie.

Das in Whitehouse Station (New Jersey) ansässige Unternehmen hatte im vierten Quartal 2005 einen stagnierenden Umsatz von 5,8 Mrd. Dollar und verdiente 1,12 Mrd. Dollar oder zwei Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Der Gewinn je Aktie wurde mit 51 (50) Cent ausgewiesen. Der Gewinn je Aktie vor Sondersposten habe bei 0,64 Dollar gelegen, teilte Merck mit. Analysten hatten mit 0,62 Dollar gerechnet.

Merck erwartet für das erste Quartal einen Gewinn von 52 bis 58 Cent je Aktie und will unter Ausklammerung von Restrukturierungskosten 62 bis 66 Cent je Aktie verdienen. Der Jahresgewinn dürfte 1,98 bis 2,12 Dollar je Aktie erreichen und unter Ausschluss von Sonderfaktoren 2,28 bis 2,36 Dollar je Aktie. Merck-Konzernchef Richard T. Clark erwartet bis 2010 ein jährliches Umsatzwachstum von vier bis sechs Prozent und unter Ausschluss von Belastungen durch Restrukturierungen in den kommenden drei bis fünf Jahren doppelstelliges prozentuales Gewinnwachstum.

Merck hatte im vergangenen November die Schließung oder den Verkauf von fünf Betrieben bis Ende 2008 angekündigt und will im Zuge der globalen Restrukturierung rund 7000 Stellen streichen. Bis Ende 2005 waren davon bereits rund 1100 Arbeitsplätze beseitigt worden.

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