2006 Rekordgewinn
BMW gibt weiter Vollgas

Der Autobauer BMW hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn deutlich gesteigert und das versprochene Rekordergebnis eingefahren. Verantwortlich für den Zuwachs waren neben dem Rekordabsatz aber auch Sondereffekte aus einer Anleihe.

HB MÜNCHEN. Das Ergebnis vor Steuern kletterte auf 4,12 Mrd. Euro, das entspricht einem Plus von 25,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Damit traf BMW fast genau die Analystenschätzungen, die im Schnitt mit 4,13 Mrd. Euro gerechnet hatten. Der Konzern selbst hatte einen Vorsteuergewinn von vier Mrd. Euro angekündigt. Unter dem Strich steigerte BMW den Überschuss auf 2,87 Mrd. Euro, das sind 28,4 Prozent mehr. Den Umsatz hatte BMW bereits im Januar mit 48,999 Mrd. Euro genannt.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Dividende auf die Stammaktien auf 0,70 (0,64) Euro je Aktie erhöht werden. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf knapp 49 Mrd. Euro. Bereits im Januar hatte BMW auch einen Rekordabsatz von 1,37 Mill. Autos verkündet. Am Donnerstag bekräftigte BMW, 2007 einen neuen Spitzenwert bei allen drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce anzustreben.

„Wir haben alle unsere selbst gesteckten Ziele erreicht und teilweise sogar übertroffen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer am Donnerstag in München. In dem Zuwachs enthalten ist ein Buchgewinn von 372 Mill. Euro aus dem Verkauf der Beteiligung an dem britischen Triebwerkhersteller Rolls Royce über eine Wandelanleihe.

Ohne den Sondereffekt aus der Rolls-Royce Umtauschanleihe habe der Vorsteuergewinn um 3,0 Prozent anstatt um 25,5 Prozent zugelegt, teilte BMW weiter mit. Erneut sei es zu „hohen“ Belastungen aus Währungseffekten und den hohen Rohstoffpreisen gekommen. Wie hoch diese waren, wollte ein Unternehmenssprecher auch auf Nachfrage nicht sagen. Dies werde in der kommenden Woche auf der Bilanz-Pressekonferenz veröffentlicht, sagte er. Im Vorjahr hatte diese bei 914 Mill. Euro gelegen. Durch eine höhere Effizienz und einen verbesserten Modellmix seien die Belastungen „weitgehend“ kompensiert worden, hieß es in der Mitteilung.

Im Automobilbereich erhöhte der Münchener Automobilhersteller das Vorsteuerergebnis den Angaben zufolge um 1,2 Prozent auf 3,012 Mrd. Euro. Der Umsatz war dagegen überproportional um 4,2 Prozent gestiegen, so dass die Marge leicht sank. Im Vorjahr hatte diese bei 6,5 Prozent gelegen. Nach Berechnungen von Dow Jones Newswires lag diese nun bei 6,3 Prozent.

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