2007
Siemens wehrte verdeckten Einstiegsversuch ab

Der Siemens-Konzern hat nach Angaben seines Finanzchefs Mitte vergangenen Jahres einen verdeckten Einstiegsversuch erfolgreich abgewehrt. Wer hinter dem verdeckten Einstiegsversuche steckte, wollte Joe Kaeser nicht preisgeben – Familie Schaeffler sei es allerdings nicht gewesen.

HB MÜNCHEN. Der Finanzabteilung sei damals aufgefallen, dass die ursprünglich bis 2010 laufende Wandelanleihe weit über dem Umtauschpreis notiert habe und praktisch nicht mehr gehandelt worden sei, sagte Finanzchef Joe Kaeser am Dienstag in München. "Da hat es gewisse Konzentrationen gegeben." Als Reaktion habe Siemens die Anleihe für 3,3 Mrd. Euro zurückgekauft und der Gegenseite so Verluste beigebracht. Den Namen des Aggressors wollte er nicht preisgeben. "Es war nicht die Familie Schaeffler", sagte er mit Blick auf deren Vorgehen vor dem Einstieg bei Continental.

Die Gefahr, dass ein Finanzmarktakteur damals bei Siemens Schaden anrichten hätten können, sei groß und real gewesen. "Das Unternehmen war damals wegen der Compliance-Krise in einer schwierigen Situation und saß zugleich auf einer großen Menge Cash." Es hätte sein können, dass der Gegner sich über verschiedene Wege ein Zehntel der Stimmrechte hätte sichern und damit zumindest für Aufruhr auf Hauptversammlungen hätte sorgen können.

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