Vom erwarteten Boom vor der nächsten Verschärfung der Abgasnormen wird das Stammwerk Portland kaum noch profitieren. Das Freightliner baut für 300 Mill. Dollar ein LKW-Werk in Saltillo, Mexiko, mit einer Jahreskapazität von 30 000 LKWs, das 2009 die Produktion aufnehmen soll. In Portland werden künftig nur noch Trucks für Freightliners Highend-Marke Western Star sowie Spezialfahrzeuge für das Militär montiert. Wegen der Kriege im Irak und in Afghanistan baut der Konzern so viele Militärfahrzeuge wie noch nie. Mit der Produktion von Standard-LKWs für die großen Flottenbetreiber ist in Portland indessen Schluss. Sie wird aus Kostengründen in den Süden nach North Carolina und Mexiko verlagert.
Trotz der kommenden Flaute in diesem Jahr erwartet Patterson keine Ertragskrise wie beim letzten Abschwung 2001, der Freightliner über eine Milliarde Dollar Verlust brachte: „Neben dem Militärgeschäft läuft der Absatz in Lateinamerika und Mexiko weiter sehr gut und unsere mittelschweren Trucks der Marke Sterling behaupten sich besser als erwartet“, sagt er. Aber während der Absatz sinkt, kosten die geplanten Produktionskürzungen viel Geld und die Investitionen in Mexiko und in neue Fahrzeuge und Motoren müssen finanziert werden.

