20 000 Arbeitsplätze in Gefahr
VW und Gewerkschaft sprechen über Sanierung

Bei Volkswagen beginnen am Montag die Gespräche zwischen Geschäftsleitung und Gewerkschaft über die geplante Sanierung. Es geht um 20 000 Arbeitsplätze.

HB HAMBURG. „Wir haben die IG Metall um Verhandlungen gebeten“, bestätigte ein VW-Sprecher am Freitag. Über den Inhalt der Sanierungsgespräche machte der Konzern keine Angaben. Bei den Gesprächen soll geklärt werden, ob und wann konkrete Verhandlungen über die von VW angestrebte Neuordnung der westdeutschen Werke beginnen. Die IG Metall verlangte am Freitag in Hannover, dass der Autobauer seine genauen Sanierungspläne darlegt. Im Gegenzug wolle die IG Metall ihre Forderungen nennen.

Die „Financial Times Deutschland“ berichtet in ihrer Freitagausgabe, Management und Betriebsrat seien bereits so gut wie einig über die Grundzüge der Bewertung der Autoteileproduktion. Auf Grund dieser Bewertung soll später entschieden werden, welche Bereiche der Teilefertigung als unproduktiv gelten.

Volkswagen hat im Zuge seiner Sanierung bis zu 20 000 Arbeitsplätze in Frage gestellt, das ist rund ein Fünftel der Stellen in den sechs westdeutschen Montage- und Komponentenwerken. Das Unternehmen leidet unter hohen Kosten, nicht zuletzt durch großzügige Arbeitszeit- und Gehaltsregelungen aus der Vergangenheit.

Der Autobauer hatte jüngst damit begonnen, den Beschäftigten ein freiwilliges Ausscheiden durch höhere Abfindungen schmackhaft zu machen. In Einzelfällen können Mitarbeiter bis zu 250 000 Euro erhalten, wenn sie das Unternehmen bis Ende September verlassen. Ein Großteil des geplanten Personalabbaus soll durch Frühverrentungen erreicht werden.

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