21,5 Mrd. Dollar
Johnson & Johnson drückt den Preis für Guidant

Der US-amerikanische Pharmaziekonzern Johnson & Johnson hat den Kaufpreis für den Herzschrittmacher- und Defibrillatoren-Hersteller Guidant um rund 4 Mrd. Dollar gesenkt.

HB NEW BRUNSWICK. Jetzt werde das Unternehmen nur noch 21,5 Mrd. Dollar (18,4 Mrd. Euro) oder 63,08 Dollar je Guidant-Aktie zahlen, teilte Johnson & Johnson am Dienstag mit. Der Kaufpreis wurde in gegenseitigem Einvernehmen herabgesetzt, weil gegen Guidant wegen Rückrufen von Defibrillatoren behördliche Untersuchungen und Klagen laufen. Johnson & Johnson wollte ursprünglich 25,4 Mrd. Dollar oder 76 Dollar je Guidant-Aktie zahlen.

Die Guidant-Aktionäre sollen 33,25 Dollar in bar und 0,493 Johnson & Johnson-Aktien je eigenen Anteil erhalten. Sie müssen noch zustimmen. Die Wettbewerbsbehörden in Washington und Brüssel hatten bereits mit Auflagen grünes Licht für die Übernahme gegeben.

„Wir sind erfreut, dass unsere Unternehmen sich geeinigt haben“, erklärte Johnson & Johnson-Konzernchef William C. Weldon. Man wolle gemeinsam ein außergewöhnliches Herz- und Kreislauf-Geschäft aufbauen, erklärte er. Und das bekommt er nun zu erheblich günstigeren Konditionen als ursprünglich vereinbart.

Guidant gab gleichzeitig bekannt, dass Konzernchef Ronald W. Dollens mit sofortiger Wirkung in den geplanten Ruhestand gehe. Der Guidant-Verwaltungsratsvorsitzende James W. Cornelius übernehme die Führung auf Interimsbasis mit. Es sei im besten Interesse der Guidant-Aktionäre, den Zusammenschluss zu den revidierten Konditionen durchzuführen, erklärte er.

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