2 800 Stellen sollen wegfallen
Shell setzt Axt an IT-Bereich an

Der britisch-niederländische Ölkonzern will nach Angaben des Unternehmens vom Dienstagabend in den kommenden drei Jahren im IT-Bereich bis zu 2 800 Stellen streichen. Hier arbeiten bislang 9 300 Beschäftigte in Großbritannien, den Niederlanden und den USA.

HB LONDON. Ein Teil der Stellen soll nach Indien und Malaysia ausgelagert werden. Shell erhofft sich davon Einsparungen von 850 Mill. Dollar.

Nach Angaben des weltweit drittgrößten Ölkonzerns besteht kein Zusammenhang zwischen den Einsparungen und der tiefen Krise des Unternehmens. Seit Januar musste Shell seine Ölreserven und damit auch die Gewinne bereits drei Mal nach unten korrigieren. Anfang März mussten Konzernchef Sir Philip Watts und Walter van de Vijver, verantwortlich für die Erkundung von Ölfeldern und die Produktion, gehen. Die Behörden in den USA und Großbritannien ermitteln derzeit wegen jahrelanger überhöhter Zahlenangaben der Öl- und Gasreserven seitens des Spitzenmanagements.

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