3,5 Prozent Branchenwachstum prognostiziert
Metall- und Elektroindustrie verhalten zuversichtlich

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall prognostiziert für 2005 einen weiteren Anstieg der Branchenproduktion um rund 3,5 Prozent.

HB BERLIN. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Verbandes hervor, die dem Handelsblatt (Freitagausgabe) vorliegt. Im vergangenen Jahr hatten die Metall- und Elektro-Unternehmen ein Produktionsplus von vier Prozent verzeichnet. Für 2006 rechnet Gesamtmetall allerdings mit einem deutlich verlangsamten Wachstum der Produktion von nur noch 1,5 Prozent. Die Investitionsausgaben in der Branche werden nach der Prognose in diesem Jahr erneut nur verhalten steigen, und zwar um 1,4 Prozent auf insgesamt 23,2 Milliarden Euro. Dennoch wäre der Zuwachs damit etwa doppelt so stark wie 2004.

Die Prognose für den wichtigsten deutschen Wirtschaftszweig könnte die Bundesregierung darin bestärken, ihre eigene Wachstumsprojektion für die Gesamtwirtschaft weniger stark zurückzunehmen als bisher erwartet worden war. "Die Senkung wird nicht so stark ausfallen, wie manche denken“, erfuhr das Handelsblatt aus Regierungskreisen. In ihrer aktuellen Projektion geht die Regierung noch von einem Wachstum von 1,6 Prozent in diesem Jahr aus. Berichte über eine geplante Absenkung der Prognose auf 1,0 Prozent hatte die Regierung kürzlich als Spekulation zurückgewiesen. Am kommenden Freitag veröffentlicht Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) die neue Zahl, die unter anderem Basis der nächsten Steuerschätzung im Mai sein wird. Zuvor legen die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute am Dienstag ihr Frühjahrsgutachten vor.

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