3000 ausländische Mitarbeiter weniger
Delphi schreibt rote Zahlen

Auf Grund von Restrukturierungskosten hat der weltgrößte Autozulieferer Delphi im vergangenen Jahr ein Minus eingefahren.

HB TROY. Der Verlust betrug 56 Millionen Dollar (45 Mio Euro) nach einem Gewinn von 342 Millionen Dollar 2002, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Jahresumsatz stieg auf 28,1 (Vorjahr: 27,4) Milliarden Dollar. Delphi ist ein ehemaliger Konzernteil des weltgrößten Autoherstellers General Motors, der nach wie vor wichtigster Abnehmer ist.

Im vierten Quartal wies Delphi einen Quartalsgewinn von 82 (119) Millionen Dollar aus. Der Quartalsumsatz legte auf 7,3 (7,0) Milliarden Dollar zu. Je Aktie fiel 2003 ein Verlust von 10 Cent an gegenüber einem Gewinn von 61 Cent im Vorjahr. Im Schlussquartal sank das Ergebnis pro Aktie auf 15 von 21 Cent im Vorjahr.

Delphi will die Zahl der ausländischen Mitarbeiter um insgesamt 3 000 reduzieren. Davon seien bereits 1 550 Stellen gestrichen worden. Delphi will bis Ende 2004 die Zahl der Arbeiter in den USA um 5 000 verringern. 1 600 davon hätten bereits ihre Jobs verloren. Auch 500 Stellen von Angestellten seien abgebaut worden. In Deutschland hatte Delphi in vergangenen Jahr die Grundig Car Intermedia System für 39 Millionen Dollar gekauft.

Der Anteil anderer Auftraggeber als GM am Geschäft sei im Gesamtjahr auf 39 Prozent von 35 Prozent 2002 gesteigert worden, hieß es weiter. Im Schlussquartal sei er bis auf 42 Prozent gestiegen (Vorjahr: 36 Prozent). Delphi versucht, von der Dominanz des GM- Konzerns bei den Aufträgen wegzukommen.

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