330 000 Fahrzeuge zugelasen
Hoffnungsschimmer auf dem Pkw-Markt

Die Nachfrage nach neuen Pkw ist trotz eines leichten Rückgangs in Deutschland im März stärker als erwartet ausgefallen.

HB FRANKFURT. Die Zahl der Neuzulassungen sei mit 330 000 Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonat um ein Prozent gesunken, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Bereinigt um zwei zusätzliche Arbeitstage lägen die Neuzulassungen sogar neun Prozent über Vorjahr. „Dies deutet erstmals eine gewisse Widerstandsfähigkeit des Marktes an, wenn auch noch keine Trendwende“, urteilte der Verband. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte zuletzt einen Rückgang von sechs Prozent prognostiziert. VW-Vertriebschef Georg Flandorfer hatte sogar ein Minus von zehn Prozent erwartet.

Für das Gesamtjahr rechnet der VDA nach wie vor mit einem stabilen Absatz von 3,25 Millionen neu zugelassenen Pkw, sagte ein Verbandssprecher. Der lange Winter dürfte im ersten Quartal den ein oder anderen potenziellen Käufer noch von einem Gang zum Händler abgehalten haben. Im Auftaktquartal waren die Neuzulassungen um zwei Prozent gesunken. Die Branche hofft weiter, mit neuen Modellen die Kauflust der Kunden zu wecken.

Die deutschen Konzernmarken verbuchten im vergangenen Monat zwar ein leichtes Absatzminus von 0,5 Prozent, wie der VDA weiter mitteilte, lagen mit einem Marktanteil von 69 Prozent aber knapp über dem Vorjahreswert von 68,7 Prozent.

Der Absatz von Fahrzeugen mit Diesel-Motoren übertraf das Vorjahresniveau um zwei Prozent. Von den etwa 137.000 neu zugelassenen Diesel-Pkw entfielen 78 Prozent auf deutsche Marken. Die deutschen Hersteller hatten vergangene Woche angekündigt, noch in diesem Jahr Autos mit Dieselmotoren mit Rußpartikelfiltern nachzurüsten. Dieselabgase werden unter anderem für die Luftverschmutzung durch Feinstaub verantwortlich gemacht. Diesel-Fahrzeuge mit Rußpartikelfiltern, wie sie beispielsweise französische Hersteller serienmäßig anbieten, sollen künftig staatlich gefördert werden.

Im traditionell starken Auslandsgeschäft verzeichnete die Branche einen deutlichen Rückgang. Der Export sank im März um elf Prozent, im gesamten Quartal um vier Prozent. Der VDA begründete die Entwicklung damit, dass die Branche im Vorjahr das beste Monatsergebnis überhaupt erreicht hatte. Mit 338.900 Einheiten sei aber das Niveau der Vergleichsmonate aus den Jahren 2003 und 2002 übertroffen worden. Der Auftragseingang aus dem Ausland sank um vier Prozent.

Auch die Produktion sank im März deutlich. Wegen der geringeren Zahl von Arbeitstagen hätten die deutschen Autobauer in dem Monat neun Prozent weniger Autos hergestellt, insgesamt 481.600 Fahrzeuge. Im ersten Quartal insgesamt ging die Produktion um ein Prozent zurück.

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