3i
Fonds stößt Loewe-Anteile ab

Der britische Wagniskapital-Fonds 3i hat seinen Anteil von rund 4,9 Prozent an Loewe verkauft und zieht sich damit komplett aus dem fränkischen TV-Geräte-Hersteller zurück.

HB FRANKFURT/MÜNCHEN. Sal. Oppenheim habe den Anteil platziert, sagte ein Sprecher der Kölner Privatbank am Dienstagabend ohne Angaben zu den Käufern oder zum Verkaufspreis zu machen. „Die Platzierung bei ausgewählten Investoren stieß auf gute Nachfrage.“ Zuvor hatte es am Markt entsprechende Gerüchte über eine Platzierung von Loewe-Aktien durch Sal. Oppenheim gegeben.

3i war 1997 bei dem Kronacher Unternehmen mit rund zehn Prozent eingestiegen und hatte bereits in der Vergangenheit seinen Anteil sukzessive verringert. Loewe beziffert seinen Aktienbestand mit gut 10,4 Millionen Papieren, so dass sich gemessen am Xetra-Schlusskurs vom Dienstag ein Wert des 3i-Pakets von rund 5,5 Millionen Euro errechnet. Die Loewe-Aktie hatte 6,7 Prozent auf 10,88 Euro zugelegt und damit den höchsten Wert seit rund zwei Jahren erreicht.

Nach dem Verkauf von Grundig und Schneider an asiatische Firmen ist Loewe der letzte große, selbstständige Unterhaltungselektronik-Hersteller Deutschlands. Die Franken hatten den Trend hin zu Flachbildschirmen verpasst und waren deshalb in die roten Zahlen gerutscht. Mittlerweile ist der japanische Konkurrent Sharp mit 28,8 Prozent eingestiegen und liefert Teile zu.

Die Zusammenarbeit zeigt Früchte. So konnte Loewe im zweiten Quartal 2005 ein Umsatzplus von 24 Prozent verbuchen. Der operative Verlust hatte sich im gleichen Zeitraum drastisch auf 0,9 Millionen Euro verringert, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 9,3 Millionen Euro angefallen war.

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