40 Prozent des Umsatzes sollen bald mit Umweltprodukten erzielt werden
Siemens setzt in China auf Öko-Lösungen

Der Siemens-Konzern will in China stark mit Umwelttechnologie wachsen. Bereits im Jahr 2010 sollen auf dem chinesischen Markt 4 Mrd. Euro allein mit dem Verkauf von umweltfreundlichen Produkten umgesetzt werden.

PEKING. Der Anteil "grüner" Produkte werde dann 40 Prozent des gesamten China-Umsatzes ausmachen, sagte Richard Hausmann, China-Chef von Siemens, am Dienstag in Peking. Damit werde Siemens China deutlich über dem Konzernziel liegen, weltweit 23 Prozent der Verkäufe mit umweltfreundlichen Produkten zu erzielen. 2008 dürfte der Umsatz des Konzerns in China erstmals die Marke von 6 Mrd. Euro erreichen. Wie im Vorjahr werde der Zuwachs bei rund 20 Prozent liegen, sagte Hausmann. Im Geschäftsjahr 2006/07 (30. September) waren die Erlöse im Reich der Mitte um 21 Prozent auf 53,3 Mrd. Yuan (4,9 Mrd. Euro) gestiegen.

Dieses Jahr kann Siemens zudem etliche Olympia-Aufträge verbuchen. Insgesamt seien Geschäfte um die Spiele im Wert von 1,1 Mrd. Euro abgeschlossen worden, so Hausmann: "Kein anderes Unternehmen hat in solch einem großem Umfang zu den Grünen beigetragen." Die größten Posten entfielen auf die Bahntechnik, Energieversorgung und die Ausrüstung des Flughafens. Siemens sei an rund 100 olympischen Projekten beteiligt gewesen, sagte Hausmann. Die Spiele seien aber vor allem ein Startschuss für eine neue "grüne Politik", die die chinesische Regierung anstrebe. Siemens werde ein Drittel seiner Investitionen in China in Höhe von 1 Mrd. Euro in den Ausbau umweltfreundlicher Technologien stecken.

Der Konzern fertigt in China Produkte wie Aufbereitungsanlagen für Schmutzwasser oder Getriebeteile für Windturbinen. Bereits Ende Juni hatte Siemens-Chef Peter Löscher angekündigt, der Konzern wolle im Jahr 2010 mit Umweltprodukten rund 25 Mrd. Euro erlösen. Fast ein Viertel davon käme dann aus China. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Siemens mit seinem Öko-Bereich weltweit einen Umsatz von 17 Mrd. Euro erzielt.

Allerdings muss Siemens im Umweltbereich aufholen, etwa bei der Windkraft. Dieser Geschäftsbereich sei im gesamten Konzerngeschäft noch klein, so Hausmann, werde nun aber stark ausgebaut. "Der Markt für Windkraftanlagen in China und Indien wird sehr stark wachsen", so seine Prognose.

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