4000 Auflösungsverträge: Opel wickelt Abfindungsprogramm planmäßig ab

4000 Auflösungsverträge
Opel wickelt Abfindungsprogramm planmäßig ab

Der Stellenabbau beim Autobauer Opel schreitet wie geplant voran. Inzwischen sind mehr als 7000 Mitarbeiter bereit, Opel gegen eine Abfindung freiwillig zu verlassen. Dies berichten Unternehmenskreise.

HB RÜSSELSHEIM. Mehr als 4000 Auflösungsverträge seien an den drei Standorten Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern inzwischen unterschrieben, hieß es in Rüsselsheim. Eine genaue Bilanz will die Adam Opel AG an diesem Freitag bekannt geben. Dann läuft die Frist für das Abfindungsprogramm aus.

„Wir sind zuversichtlich, dass genügend Mitarbeiter Abfindungen nehmen und es daher nicht zu betriebsbedingten Kündigungen kommen wird“, sagte ein Opel-Sprecher. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hatte Ende 2004 ein Sanierungsprogramm angekündigt, nach dem bei Opel knapp 10 000 Stellen und somit fast jeder dritte Arbeitsplatz wegfallen soll. Davon sollen 6500 Mitarbeiter mit Abfindungen ausscheiden. Nach Angaben des Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Klaus Franz wurde die Zahl inzwischen von 6500 auf 6000 reduziert.

GM will mit dem Sanierungsprogramm die Kosten seines defizitären Europa-Geschäftes um jährlich 500 Millionen Euro reduzieren. Der weltgrößte Autobauer hatte auch Entlassungen nicht ausgeschlossen, falls sich zu wenig Mitarbeiter melden würden. Im Stammwerk in Rüsselsheim sowie in Karlsruhe sind laut Unternehmenskreisen die geforderten Zahlen von 2700 und 230 erreicht.

Der Betriebsrat im Bochumer Opelwerk sieht Chancen, die Vorgabe von 2900 Stellenstreichungen zu drücken - ohne konkrete Zahlen zu nennen. „Das Management muss uns erst einmal sagen, wie viele Beschäftigte in den Jahren 2006 und 2007 wann und wo ausscheiden sollen“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Reiner Einenkel. In Bochum hätten rund 1400 Beschäftigte vor Ablauf der an diesem Freitag geltenden Frist unterzeichnet. 1000 Interessenten könnten aus Zeitgründen nicht mehr unterschreiben. Ohne Fristverlängerung müsse eine Einigungsstelle über den weiteren Stellenabbau entscheiden.

Die Opel-Schwestermarke Saab wies unterdessen Medienberichte zurück, wonach GM die verlustreiche Tochter an einen chinesischen Interessenten oder Renault in Frankreich abgeben wolle.

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